Dahon IOS P8

CycoRacer schrieb:
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Bei meinem Dahon Aria lösen sich gerade die Nähte auf. .....................
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Bei der Kassette sind die Ritzel für die Gänge 5 und 6 besonders stark abgenutzt.
------------- Kette, Kettenblatt und Ritzelkassette erneuert (Shimano).................
Bei Nähten besteht immer die Gefahr, daß sich auf Grund der erhöhten Steifigkeit im Bereich der Nähte Druckstellen ergeben (können), wenn die Nähte im Kontaktflächenbereich angeordnet sind.
Daß sich die Nähte auflösen, ist verständlicherweise ärgerlich.
Danke für die Bilder zu Kettenblatt und Ritzel: Da kann sich jeder bildlich abschauen, was mit "Haifisch-Zähnen", die man nicht mehr fahren sollte, gemeint ist. In diesen Fällen ist die Ausprägung ala Hai besonders krass. Ich IMHO hätte den Wechsel der Teile schon früher vorgenommen. Für Kettenschaltung gilt die Gleichung:
k-Ketten => l-Ritzelpakete => m-Kettenblätter (Anhaltswerte: 4-Ketten => 2-Ritzelpakete => 1-Kettenblätter auf 10 000 [km]), wobei evtl bei den Ritzeln einzelne ausgetauscht werden sollten (falls möglich).
Durch den Verschleiß der Kette kommt es im Wesentlichen zu einer Vergrößerung der Kettenteilung an den Innenlaschen und damit zur "Polygonlage" der Kette (die "längeren" Innenlaschen" benötigen einen größeren Radius). Die Folge davon ist auch eine ungleichmäßige Flächenpressung (gegenüber der Pressung im Neu-Zustand) zwischen Ritzelzahn und Kettenrolle der auf einem Ritzel liegenden Kettenglieder, woraus ein größerer Abrieb resultiert.
Ein rechtzeitiger Wechsel (0,1 [mm] Längung/Gelenk) der Kette sorgt für eine längere Laufleistung von Ritzelpaket und Kettenblatt, was in Bezug auf die Ersatzteilkosten Einiges an Sparpotential bietet. Bei den neueren 10-fach oder 11-fach Ritzelpaketen mit Preisen von 40 € bis 300 € ist eine längere Laufleistung nicht zu verachten.
Nabenschaltungs-Kettentriebe haben längere Laufleistungen (0,2 [mm] Längung/Gelenk ? statt 0,1 [mm] Längung/Gelenk) . Ein Austausch der Kette sollte da mit einem Austausch des Ritzels (ca 4 €) erfolgen. Wann man da das Kettenblatt auch tauschen sollte, habe ich bis jetzt, mangels Notwendigkeit, noch nicht festgestellt (Muß ich aber mal ein Auge drauf halten).
Zu @CycoRacer 's letztem Bild:
Wenn das eine gelängte und eine ungelängte Kette ist, käme ich überschlagsmäßig auf 30 [mm] Längung, bei 100 Gliedern auf 0,3 [mm] /Gelenk (Glied), nach weitverbreiteter Meinung (0,1 [mm]/Gelenk = Wechselzeitpunkt) wäre damit eine vernünftige Laufzeit 3-fach überschritten: Besser, weil weniger Kosten, man wechselt die Ketten häufiger als die Ritzelpakete.....

MfG EmilEmil
 
EmilEmil schrieb:
Bei Nähten besteht immer die Gefahr, daß sich auf Grund der erhöhten Steifigkeit im Bereich der Nähte Druckstellen ergeben (können), wenn die Nähte im Kontaktflächenbereich angeordnet sind.
Daß sich die Nähte auflösen, ist verständlicherweise ärgerlich.

Also für etwa 25 Euro Neuwert war der Sattel eigentlich ganz OK und ich bin ja auch etwa 13000 drauf rumgerutscht.


DSC03984a.jpg


EmilEmil schrieb:
Wenn das eine gelängte und eine ungelängte Kette ist, käme ich überschlagsmäßig auf 30 [mm] Längung, bei 100 Gliedern auf 0,3 [mm] /Gelenk (Glied), nach weitverbreiteter Meinung (0,1 [mm]/Gelenk = Wechselzeitpunkt) wäre damit eine vernünftige Laufzeit 3-fach überschritten:

Ich werde mir mal eine Kettenlehre zulegen, um festzustellen, ob der Wechsel bei 0.1mm für meinen Anrieb mehr Sinn macht und bei wieviel Kilometern ich die Grenze tatsächlich überschreite. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig beobachtet habe: Die Verschleißgrenze habe ich zwar um das Dreifache überschritten, aber die Laufzeit ist dadurch wahrscheinlich nicht um den Faktor drei angewachsen. Noch bei 6000 km Laufleistung (da war meine erste Kette am Ende) lag die Kette für meine Verhältnisse eng auf dem Kettenblatt auf und erst danach ging es rapide mit der Kette bergab, bis sie nun wirklich schlaff über dem Kettenblatt hing. Das Überspringen trat erst beim Brevet auf. Hat die Kette vielleicht eine exponentielle Verschleiß-Charakteristik? Im Netz habe ich hierzu nicht viel gefunden.


Dann habe ich heute noch diesen Hinweis von criusen umgesetzt, denn Sattelstange und Sattel liegen bei mir nun bei über 300 Euro Anschaffungspreis.

cruisen schrieb:
Also ich habe beim Birdy zur Sicherung der Sattelstange am Ende der Stange ein bzw. zwei Löcher durch gebohrt. So kann ich die Sattelstange mit einem einfachen Vorhängeschloß sichern wenn sie eingeschoben ist. So ist sie gegen schnelles mitnehmen gesichert. Hatte nämlich schon einmal das Vergnügen mir eine neue kaufen zu dürfen weil jemand mein Brooks Sattel gefallen hat.

DSC03932ab.jpg


Gruß
Reimund
 
CycoRacer schrieb:
..................
.....Ich werde mir mal eine Kettenlehre zulegen, um festzustellen, ob der Wechsel bei 0.1mm für meinen Anrieb mehr Sinn macht und bei wieviel Kilometern ich die Grenze tatsächlich überschreite. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig beobachtet habe: Die Verschleißgrenze habe ich zwar um das Dreifache überschritten, aber die Laufzeit ist dadurch wahrscheinlich nicht um den Faktor drei angewachsen....... ....Hat die Kette vielleicht eine exponentielle Verschleiß-Charakteristik?.......
Messen würde ich auf jeden Fall mit dem Meßschieber (Schieblehre), zum Spannen der Kette geht auch die Stahl-Hammer-Methode, wenn sich jemand keine Kettenhilfe bauen möchte; siehe :
http://www.faltradforum.de/zubehoer-f32/messung-kettenlaengung-getriebenabe-chainglider-u--t3914-s10.html#p52060
Ob die Kette eine exponentielle Verschleiß-Charakteristik hat, ist so aus dem Handgelenk schwer abzuschätzen. Im Neuzustand dürfte man erstmal eine gleichmäßige Verteilung der Kettenzugkraft auf die im Eingriff befindlichen Ritzelzähne haben. Ab einer bestimmten Kilometer-Leistung (bestimmten Verschleiß) würde ich von einer Lastumlagerung ausgehen, bei dem nur noch die halbe Ritzelzähnezahl der im Eingriff möglichen an der Lastabtragung teilnimmt (Dafür dann mit der doppelten Flächenpressung).
Zum Verschleiß gehört aber nicht nur eine Flächenpressung, sondern auch eine Relativbewegung. Die Relativbewegung könnte man in dem Hochrutschen der gelängten Kettenglieder sehen (Polygonlage der Kette auf dem Kettenrad). Doppelte Flächenpressung plus Hochrutschen könnten dann auch "doppelten" Verschleiß bedeuten. Aber das ist meinerseits eine plausible Vermutung, und sollte von niemandem als gesicherte Erkenntnis von EmilEmil angesehen werden.
Da müßte man sich intensiver mit diesem Thema beschäftigen. Wäre eigentlich eine Aufgabe für Ketten- und Ritzel-(Kettenblatt-)Hersteller. Nun leben diese davon, daß sie ihre Teile verkaufen. Es ist wohl kaum überraschend, wenn in der Hinsicht wenig (gar nichts ?) passiert. Und im Hinblick auf die bei den Radlern weitverbreitete Pflegemuffel-Mentalität kann man sich schon fragen, warum die Hersteller sich mit Dingen beschäftigen sollen, die die meisten Radler nicht interessieren, und die den Herstellern evtl noch Einbrüche in den Verkaufs-Zahlen bescheren könnten.

MfG EmilEmil
 
Das erste Jahr hat mein IOS ganz gut überstanden. Es hat einige kleinere Blessuren durch Stürze davongetragen, bisher aber nichts Tragisches. Mit dem Rad bin ich rundum zufrieden und hoffe natürlich, dass diese Zufriedenheit auch noch länger anhält. Nach nun 14500 gefahrenen Kilometern möchte ich das Rad als alltagstauglich, zuverlässig und robust bezeichnen. Die Faltgelenke schließen noch fest und es wackelt noch nichts.

Alle Verschleißteile waren problemlos zu beschaffen (teilweise unterstützt mit Tips aus diesem Forum) und ich war glücklicherweise bisher noch nicht auf den Dahon Kundendienst angewiesen.

Habe in der Zeit natürlich auch einige Veränderungen vorgenommen. Der folgende Bildausschnitt zeigt angebautes, nahezu unsichtbares, hilfreiches Zubehör für fast 500 Euro. Dass ich dabei trotzdem deutlich im Plus bleibe, ist bei der eingesparten PKW Nutzung leicht nachzurechnen.


DSC03966a.jpg

Wie schon im vergangenen Jahr (erstes Bild in diesem Faden), habe ich mich auch in diesem Jahr wieder mit dem Faltrad durch die Tulpenfelder von Flevoland bewegt und mich an dem Farbenspiel erfreut.


DSC04055a.jpg


Gruß
Reimund
 
EmilEmil schrieb:
Messen würde ich auf jeden Fall mit dem Meßschieber (Schieblehre), ...

Mittlerweile habe ich mir eine Schieblehre und die Kettenlehre von Rohloff besorgt. Die Längung pro Gelenk beträgt bei der alten Kette 0.45 mm (Messung 10 Kettenglieder 124.0 mm/119.5 mm). Auf die gesamte Kette hochgerechnet sind das etwa 4.5 cm.


DSC04185a.jpg


Habe mal ein Kettenglied zerlegt. Das Bild zeigt Bolzen und Rolle. Zum Vergleich habe ich eine neue Rolle danebengelegt (gleiche Kette). Die Wandstärke der neuen Rolle beträgt 1.2 mm. Die Wandstärke der alten Rolle 0.5mm.

Gruß
Reimund
 
Moin Reimund

ich finde diese https://www.rohloff.de/fileadmin/_migrated/content_uploads/Technische_Infos_Kette.de.pdf grundsätzliche Erläuterung von Rohloff dazu recht gut. Deine Messungen bestätigen das ja.

Vorsicht vor torkelnden Maibäumen ;)

Gruß

Udo
 
Vielen Dank für das Verschleißbild von Bolzen und Rolle !
Mit dem Rollenverschleiß habe ich mich bisher noch nicht beschäftigt, weil der für die "Längung" der Kette nach Meinung der mir zugänglichen Quellen nur einen untergeordneten Beitrag leistet. Bei der "Messung" mit einem Ketten-Kaliber muß der Abrieb einer Rolle aber in irgendeiner Form (Mittelwert ?) berücksichtigt werden. Das ist ein weiterer Grund, warum ich den Ketten-Kalibern (Weg oder Weiter ?) nicht über den Weg traue.
Sehr schön sieht man bei dem Bolzen die Verschleißspuren, die die Lagerkragen der Innenglieder eingegraben haben.
Bei Deiner Messung "Längung pro Gelenk" hab ich ein Verständnisproblem: Die Teilung einer Radl-Kette beträgt 1/2 " oder 12,7 [mm]. Eine neue Kette hat daher 127 [mm] Länge über 10 Teilungen (10 Bolzen !). Beim Abzählen von 10 Bolzen ist zu beachten, daß man den Startbolzen (Null'ten Bolzen !) nicht mitzählt.
Ein Zentimeterstab hat auch 11 Zentimeter-Teilstriche, wenn man 10 [cm] abmißt ! Da kann man sich leicht vertun und ich bin der Letzte, der sagt "kann mir nicht passieren".
Aber selbst, wenn nur 9 Glieder gemessen worden wären, käme ich nur auf 12,7 x 9 [mm] = 114,3 [mm] im Neuzustand. Deshalb: Es wird die Länge von Achse zu Achse über 10 Teilungen (Vom "Nullten" Bolzen bis zum 10-ten) gemessen. Einige Ketten haben in der Bolzen-Achse kleine Bohrungen (Werkzeugaufnahme zum Vernieten ?), evtl durchgehende Bohrungen (Hohlnieten bei einer Leichtbau-Kette !) , da kann man mit dem Meßschieber direkt reinpicken, wenn nicht, macht man zwei Messungen am Außenradius und Innenradius der Bolzen und bildet den Mettelwert.
Interessant ist auch die Messung des Rollenverschleißes. Der Außendurchmesser ist max. = 7,75 [mm], gemessen habe ich 7,6 [mm] bei einer neuen 11-fach Kette. Wegen der größeren Außenfläche der Rolle ( = geringere Flächenpressung) schätze ich den Verschleiß außen auch geringer ein. Mit Deinem gemessenem Wert Wanddicke (neue Rolle) = 1,2 [mm] , reduziert auf Wanddicke (alte Rolle) = 0,5 [mm] (Verschleiß = 0,7 [mm]) wäre der Innendurchmesser einer neuen Rolle 5,2 [mm] (7,6 -2 x 1,2 [mm] ).
Mit 7,6/5,2 = 1,461 oder reziprok = 0,684 (=>> 68,4 %) sollte der Verschleiß außen in entsprechend diesem Verhältnis geringer sein (Also außen 31,6 % und innen 68,4 %). In Zahlen:
Verschleiß Außen = 0,22 [mm] , also 7,6 minus 2 x 0,22 [mm] = 7,16 [mm] Außendurchmesser
Verschleiß Innen = 0,48 [mm] , also 5,2 plus 2 x 0,48 [mm] = 6,16 [mm] Innendurchmesser
Der Innendurchmesser der gebrauchten Kettenrolle sollte ca 6,16 [mm] betragen.
Der Außendurchmesser der gebrauchten Kettenrolle sollte ca 7,16 [mm] betragen.
Hoffentlich habe ich richtig gerechnet. Naja alles auf die Schnelle !
Nochmal Dank für diese Informationen !

MfG EmilEmil
 
EmilEmil schrieb:
Bei Deiner Messung "Längung pro Gelenk" hab ich ein Verständnisproblem: Die Teilung einer Radl-Kette beträgt 1/2 " oder 12,7 [mm]. Eine neue Kette hat daher 127 [mm] Länge über 10 Teilungen (10 Bolzen !). Beim Abzählen von 10 Bolzen ist zu beachten, daß man den Startbolzen (Null'ten Bolzen !) nicht mitzählt.
Ein Zentimeterstab hat auch 11 Zentimeter-Teilstriche, wenn man 10 [cm] abmißt ! Da kann man sich leicht vertun und ich bin der Letzte, der sagt "kann mir nicht passieren".
Aber selbst, wenn nur 9 Glieder gemessen worden wären, käme ich nur auf 12,7 x 9 [mm] = 114,3 [mm] im Neuzustand. Deshalb: Es wird die Länge von Achse zu Achse über 10 Teilungen (Vom "Nullten" Bolzen bis zum 10-ten) gemessen. Einige Ketten haben in der Bolzen-Achse kleine Bohrungen (Werkzeugaufnahme zum Vernieten ?), evtl durchgehende Bohrungen (Hohlnieten bei einer Leichtbau-Kette !) , da kann man mit dem Meßschieber direkt reinpicken, wenn nicht, macht man zwei Messungen am Außenradius und Innenradius der Bolzen und bildet den Mettelwert.

Du hast natürlich recht. Ohne groß nachzudenken bin ich folgender Anleitung gefolgt (Abschnitt "Kettenverschleiß mit Messschieber prüfen".

https://www.kurbelix.de/anleitungen/ketten/kettenverschleiss-einer-fahrradkette-messen

Die gemessene Länge entspricht nicht der von 10 Kettengliedern und der ermittelte Längenunterschied entspricht auch nicht ungefähr der tatsächlichen Kettenlängung. Bei dem beschrieben Verfahren messe ich 2 mal die Änderung der Wanddicke der Rollen mit, die ja nach deinen Erläuterungen kaum eine "Rolle" spielen. Wenn ich das richtig überblicke, ist auch der Längenunterschied von 10+2 Elementen drin, die sich nur durch 10 geteilt, dann entsprechend höher gewichtet auswirken. Auf den kurzen Kettenabschnitt sind dies ingesamt ca. 1.4mm Längenunterschied nur durch die Rollen. Bei der Kettenlehre von Rohloff (auch im Link beschieben) sind die Rollen dann auch mit drin, d.h. wenn durch die Lehre 0.1mm Längung erkannt werden, ist diese in Wirklichkeit noch gar nicht erreicht.

Habe nochmal wie von dir beschrieben über 9 Kettenglieder gemessen. Eine Messung Bolzen innen, eine Messungen Bolzen außen und dann gemittelt. War etwas fummeliger, wirkt sich daher wahrscheinlich auf die Messgenauigkeit aus: (120.8 mm + 112.4 mm)/18 = 12.955 mm pro Kettenglied. Längung pro Gelenk damit 0.255 mm.

Versuch der Rückrechnung zur Bestimmung mit dem im Link beschrieben Verfahren: 12 x 0.255 + 1.4 mm = 4.46 mm. Da die Meßlehre 10 Kettenglieder einschließt, komme ich dann auf 0.45 mm Längung. Damit wäre der deutlich zu hohe Wert für die Bestimmung der Längung zu erklären.

Ich hoffe, dass meine Erläuterungen noch halbwegs nachzuvollziehen sind.

Gruß
Reimund
 
Mit dem Link zum "Kurbelix" habe ich inzwischen rausgefunden, wie die Ausgangslänge 119.5 [mm] gemessen wird: (Wert Fett und Rot):
CycoRacer schrieb:
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Die Längung pro Gelenk beträgt bei der alten Kette 0.45 mm (Messung 10 Kettenglieder 124.0 mm/119.5 mm). .................
Die Meßschenkel einer Schieblehre werden erstmal mißbraucht, um die Kette zu spannen. Wer so etwas tut, dem sollte eine Massage per Fuß in den Bereich der verkürzten Sitzhöcker verpaßt werden.
Die Meßlänge besteht zum einen aus 8 x 12,7 [mm] Teilungen und den beiden Randteilungen 2 x 12.7 [mm], wo jeweils an der Innenseite der Rollen mit den Schenkeln des Meßschiebers gedrückt wird, um die Kette zu spannen. Von den 10 x 127 [mm] = 127 [mm] muß also noch 2 x der Radius einer Rolle ( 0,5 x 7,6 [mm]) , also 1 Durchmesser (7,6 [mm] nach meiner Messung) abgezogen werden.
Die Meßlänge (im Neuzustand) ist also 127 [mm] - 7,6 [mm] = 119,4 [mnm]
Die Abweichung um 0,1 [mm] bedeutet das Spiel der Rollen gegenüber Lagerkragen und Bolzen, die dabei mitgemessen werden.
Bei dieser Methode wird auch der Rollenverschleiß mitgemessen. Sehr fragwürdig !
Die Messung außen an den Bolzen ist die bessere (genauere) Methode, sofern die Kette mit meiner Kettenhilfe oder dem Stahlhammer gespannt wird.
2135202-nrrupny4igem-ketthilf5-medium.jpg

2135201-187cxlpqbab2-ketthilf22-medium.jpg


MfG EmilEmil
 
Da bei mir die Kette bereits ausgebaut ist, habe ich bei mir die "10kg Streusalz ist mit Kette an Decke aufgehängt"-Methode verwendet.

Die Bolzen meiner Kette sind mit der Messlehre nicht zugänglich. Für die Messung musste ich die Bolzen ein wenig rausdrücken. Im laufenden Fahrbetrieb funktioniert das natürlich nicht. Daher habe ich nun noch mal die Messung über 9 Kettenglieder wiederholt (für 10 reicht die Messlehre nicht). Dieses Mal messe ich nicht an den Bolzen (innen und außen), sondern ich messe direkt an den runtergefahrenen Rollen (innen und außen). Wie schon bei den Bolzen, mitteln sich auch die Rollen bei der anschließenden Rechnung wieder raus (Abnutzung der Rollen dabei egal).


DSC04193_1a.jpg

DSC04195_2a.jpg

Alte Kette:
Ergebnis Messung: (123.1 mm + 109.9 mm)/18 = 12.944 mm pro Kettenglied (Längung 0.244mm). Ergebnis stimmt recht gut mit der Messung über die Bolzen überein (s. weiter oben). Zusammen mit deiner Hammermethode sind so die Messungen im Fahrbetrieb deutlich einfacher durchzuführen.

Neukette Nabenschaltung (Fabrikat unbekannt, s. Bilder):
(121.8 mm + 106.9 mm)/18 = 12.706 mm pro Kettenglied (keine Längung)

Gruß
Reimund
 
Moin Reimund,

CycoRacer schrieb:
Wie schon im vergangenen Jahr (erstes Bild in diesem Faden), habe ich mich auch in diesem Jahr wieder mit dem Faltrad durch die Tulpenfelder von Flevoland bewegt und mich an dem Farbenspiel erfreut.

was ist das für eine Lampe, die du da am Lenker montiert hast?

Viele Grüße
 
Ja, so gehts, keine weiteren Fragen ! :D :cool: :D
Dennoch ein Hinweis, die Meßstrecke über gleichviel Innenglieder und Außenglieder zu erstrecken, da die Teilungslänge bei der Messung von Bolzen-Achse zu Bolzen-Achse bei den Außengliedern gleich bleibt und die Änderung durch den Verschleiß nur an der Teilungslänge bei den Innengliedern ersichtlich ist. Der Verschleiß an den Bolzen eines Außengliedes einer gefügten Kette wirkt sich an den Innengliedern aus.
Wegen des Bezugs der Längung auf eine Teilung sind gleichviel Innen- und Außen-Glieder sinnvoll.
Die Teilungen einer Kette sind dann eine Folge von ungelängt-gelängt-ungelängt-gelängt usw.
Das führt bei einer aufgelegten Kette ab einem bestimmtern Verschleiß zu der sogenannten Polygonlage der Kette, wo die "längeren" Innenglieder einen größeren Ritzel-Radius aufsuchen. Erwähnt sei noch, daß die Polygonlage aus kinetischen Gründen nicht besonders stabil ist und zu weiterem (erhöhtem) Verschleiß führt.
Edit vom 03.05.2017:
Die Idee von @CycoRacer über 10 (8 bei einem kurzem Meßschieber) Teilungen einmal zwischen den Innenseiten der äußeren Rollen und zum zweiten zwischen den Außenseiten der äußeren Rollen zu messen, und folgender Mittelwertbildung, funktioniert für die Außenseiten meist nicht, da die Meßschenkel des Meßschiebers zu breit sind. Abhilfe wäre ein Abfeilen der Meßschenkel um ca 1 [mm] im unteren Bereich. Die Messung von der Seite an den Bolzen funktioniert dagegen immer.

Mfg EmilEmil
 
GyroGearloose schrieb:
was ist das für eine Lampe, die du da am Lenker montiert hast?

Das ist ein Tern Valo2 Scheinwerfer (41 Lux, Dynamo betrieben). Der ist speziell für die Lücke im Andros Vorbau konzipiert. Hat Standlicht und ein Rücklicht kann mit angeschlossen werden.

Gruß
Reimund
 
EmilEmil schrieb:
Ja, so gehts, keine weiteren Fragen ! :D :cool: :D
Dennoch ein Hinweis, die Meßstrecke über gleichviel Innenglieder und Außenglieder zu erstrecken, da die Teilungslänge bei der Messung von Bolzen-Achse zu Bolzen-Achse bei den Außengliedern gleich bleibt und die Änderung durch den Verschleiß nur an der Teilungslänge bei den Innengliedern ersichtlich ist. Der Verschleiß an den Bolzen eines Außengliedes einer gefügten Kette wirkt sich an den Innengliedern aus.
Wegen des Bezugs der Längung auf eine Teilung sind gleichviel Innen- und Außen-Glieder sinnvoll.

Ich hätte mich nun nicht mehr gemeldet, allerdings führte der kleine Hinweis oben zu einem neuen, sehr interessanten Resultat. Der Streusalzeimer hängt ja noch immer in der Garage :mrgreen: .

Neue Messung über 8 Kettenglieder (4 Innen- und 4 Außenglieder):
(110.3 mm + 97.8 mm)/16 = 1.3006 mm pro Kettenglied (Längung 0.30mm)

Und an dieser Stelle möchte ich EmilEmil in seinem Post mit Blick auf das pixelige Foto vom 15.4 zitieren:
"Zu @CycoRacer 's letztem Bild:
Wenn das eine gelängte und eine ungelängte Kette ist, käme ich überschlagsmäßig auf 30 [mm] Längung, bei 100 Gliedern auf 0,3 [mm] /Gelenk (Glied)"

:shock:

Gruß und vielen Dank,

Reimund
 
Weil mit das 300 km Brevet in Lohne letztes Jahr sehr gut gefallen hat, bin ich gestern auch wieder in Lohne zur 300 km Grachtentour aufgebrochen. Das Wetter war etwas wechselhaft, aber überwiegend sonnig. Einen heftigen Schauer zur Mittagszeit habe ich zum Mittagessen genutzt. Ich hatte keine technische Probleme. Der Liegeradkollege Dirk hatte eine Gabelbruch zu beklagen und musste deshalb aufgeben.

Hier einige Eindrücke:


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Eine Überraschung waren die beiden Teilnehmer hier. Sie waren sehr zügig unterwegs. Ich habe nicht geschafft dran zu bleiben.
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Als ich wieder mein traditionelles Mühlenfoto aufnehmen wollte, wurde ich vom Betreiber angesprochen, und konnte mich im Innern davon überzeugen, dass die Mühle nicht nur zur Zierde dasteht. Innen wurde fleißig gearbeitet.

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Bis zu km 220 war ich recht flott unterwegs, allerdings auch mit einigen Fotostops. Dann schwanden aber auch die Kräfte. Die Rollerverfolgungsjagd forderte ihren Tribut. Die letzten 80 km war ich dann nicht mehr ganz so schnell, gemeinsam mit Markus unterwegs. Bei seinem Velomobil traten noch einige technische Probleme auf, bei denen ich mich nützlich machen konnte und die auch noch etwas Zeit gekostet haben.

Ach so. Der Sattel. Auch auf dem neuen C17 Brooks Sattel sitze ich nach 300 km Fahrbetrieb nicht mehr wirklich schmerzfrei. Vielleicht ist aber auch nicht der Sattel das Problem, sondern ich muss noch etwas mit der Bekleidung experimentieren. Außer mir war niemand mit Jeans unterwegs.

Hier eine kurze Statistik:
Gesamtstrecke: 311 km (mit kurzen Abstechern für Fotos)
Zeitlimit: 20h
Start:8:00
Ankunft im Ziel: 2:30 (18h30m)
Fahrzeit: 15h37m
Pausen: 2h53m
Spitzengeschwindigkeit: 52.3 km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 19.99 km/h (bezogen auf reine Fahrzeit)

Gruß
Reimund
 
Hallo Reimund,

schöner Bericht.
Ich lese immer leise mit, da mich alles über das ios p8 interessiert.
Hatte es dieses Jahr meiner Frau geholt, die sehr glücklich damit ist.
Bei deinem Sattel Problem, hätte ich 2 Tipps.
Wen Du in normalen Sachen lange Strecken fährst, gepolsterte Radunterhose bzw. Radhose unter die Jeans.
Bei meinem Tern hab ich jetzt den Sattel “Terry figura gel max men“ drauf.
Es drückt nichts, für mich perfekt.
Mal schauen, wie lange er hält.
https://www.amazon.de/gp/aw/d/B008093PYG/ref=yo_ii_img?ie=UTF8&psc=1

Stefan
 
Camel schrieb:
... hätte ich 2 Tipps.
Wen Du in normalen Sachen lange Strecken fährst, gepolsterte Radunterhose bzw. Radhose unter die Jeans. Bei meinem Tern hab ich jetzt den Sattel “Terry figura gel max men“ drauf.

Hallo Stefan,

danke für deine Hinweise. Eine gepolsterte Radunterhose hab ich auf den langen Touren immer an. Auch beim Sattel bin ich mit meinem Brooks ohne Gel ganz gut aufgestellt. Den seh ich bei den Mitfahren auch recht oft. Ich denke es ist einfach zu lang, in durchgeschwitzten Beinkleidern über 18 Stunden sportlich unterwegs zu sein. Nach dem Stöbern in anderen Foren sehe ich momentan folgende Möglichkeiten vielleicht zu einer Verbesserung zu gelangen: 1. Statt der Jeans eine richtige Radsporthose tragen oder 2. eine zusätzliche gepolsterte Unterhose (andere Marke) zum Wechseln nach halber Strecke mitnehmen.

Gruß
Reimund
 
Moin Reimund,

kommt auf die Art der Beschwerden an. Und die Verarbeitung der Hose. Wenn einem Jeans grundsätzlich gefallen, dann gibt es die auch als Radfahrerhose. Sie sind anders geschnitten - atmungsaktiver - meist leicht dehnbar - und haben am Gesäß keine knubbeligen Nähte. 300 Km sind ja doch was anderes als 10 Km zur Arbeit oder eine Freizeittour von 40 Km.

Mir gefallen typische Radklamotten eher weniger. Auch wenn sie praktisch und funktional sind. Ich weiche im Alltag und auf Reise gern auf mehr oder weniger dezente "Trekking Kleidung" aus. Oder nutze "Langlauf Kleidung" aus dem Ski oder Lauf Bereich. Beide haben einen Stretch Anteil, sind robust und schnell trocknen. Meine Lieblingshose ist z.B. diese hier: http://www.sportscheck.com/schoeffel-wombat-trekkinghose-herren-p121663-F010/schlamm/

Aber da hat so jeder seinen eigenen Stil.

Manchmal reicht das alles nicht, dann muss Gesäß Creme her.
http://www.bike-magazin.de/fitness/training/gesaesscremes-schmerzen-am-hintern-vorbeugen/a8091.html
Die hier Beworbene (ilon) hat mir jedenfalls auch schon gute Dienste geleistet.

Gruß

Udo
 
Gloria Bikes (Italien) haben ein hochinnovatives 24-Zoll Stahl-Klapprad entwickelt. Das neue, einzigartige Rahmendesign ist vom Feinsten. Wenn ich nicht schon mein IOS hätte, würde ich glatt schwach werden :mrgreen: .

Ist im Internet für ab 219 Euro zu finden. Gibts auch bei Real-

https://www.sport-cosmos.de/fahrraeder/klappraeder/24-zoll-klappraeder/24-zoll-klappfahrrad-gloria-forlanini/a-3470/

Gruß
Reimund
 
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