Dahon IOS P8

Heute war die neue Kette mal wieder alt und musste gewechselt werden. Erstmalig beachte ich die Wechselempfehlung an der Verschleißgrenze von 0.1mm und beobachte mal, ob die Teile im direkten Umfeld der Kette nun länger durchhalten und ob diese Vorgehensweise wirtschaftlicher ist.

Bei der Kettenlängenbestimmung gab es für mich wieder eine Reihe neuer Erkenntnisse, die ich gerne zur Diskussion stellen möchte.

Hier zunächst die Messwerte:

Kette1.jpg


Gemessen habe ich über 8 Kettenglieder, Di: Abstand Kettenröllchen innen, Da: Abstand Kettenröllchen außen, Kette: Shimano CN-HG71C, Länge Kettenglied einzeln = (Da + Di)/16

Diese Kette habe ich nun 3000 km gefahren. Von der Kette davor (gleicher Typ) habe ich nur die Werte für 8400 km Laufleistung. Diese habe ich auch noch mit aufgenommen.

Gleichzeitig habe ich auch mit der Kettenverschleißmesslehre Caliber2 von Rohloff die Kette vermessen. Die misst auch über 8 Kettenglieder (Kettenröllchen innen).

Unterschied:
Mit der Schieblehre wird die tatsächliche Kettenlängung bestimmt. Der Verschleiß der Kettenröllchen hat hier keinen Einfluss. Die Rohloff-Messung ist eine „Scheinkettenlängungbestimmung“, da der Verschleiß der Kettenröllchen mit einfließt. Das ist vielleicht gar nicht so unvernünftig, denn die Ritzel und das Kettenblatt kommen ja nur über die Kettenröllchen mit der Kette in Berührung. Im Umfeld weniger Kettenglieder wirkt das zunehmende Spiel der Kettenröllchen wie eine zusätzliche Kettenlängung. Für einen sinnvollen Kettenwechsel halte ich daher die Rohloff-Messung für besser, obwohl das Ergebnis mit der tatsächlichen Kettenlängung nicht mehr viel zu tun hat.

Interessant ist auch, dass ich mir die Außenmessung mit der Messlehre, zumindest bis 3000 km, hätte schenken können. Das Ergebnis was immer 10,89 cm. Hier haben sich die Kettenlängung über 8 Elemente mit dem Abrieb von 2 Röllchen genau kompensiert. Das mag für andere Kettentypen vielleicht anders sein.

Hier nun die Diagramme.

Kette2.jpg


kette3.jpg


Die Kette habe ich nun bei 0.1 mm Verschleiß (Rohloff) gewechselt. Die tatsächliche Längung beträgt aber erst 0.05 mm/ Glied.

DSC04453a.jpg

04.07.2017 (17300 km)
------------- Kette Shimano CN-HG71C erneuert

Gruß
Reimund
 
Wenn der Kettenverschleiß und die Kettenpflege keine Auswirkungen auf den Antrieb oder nur minimale Wirkungsgradänderungen zur Folge hätte, könnte man beide ja eigentlich „vergessen“ und die Geschichte den Theoretikern überlassen.
Tatsächlich führt mangelnde Pflege aber zu erheblichen Wirkungsgradverlusten und auch zu erhöhtem Verschleiß. Und dieser letztlich zu einem „Überrutschen“ der Kette am Ritzel. Das eine mindert den Fahrspaß, das Zweite ist für den Fahrer unter Umständen sehr gefährlich.

Ursache ist ein Abschleifen der Zahnflanken des Ritzels. Bedingt durch eine veränderte Lage der Rollen der Kette zueinander. (Eventuell auch durch Teilblockade der Rolle unter Last).
Diese ändert sich,
weil sich die Lagerhülsen auf den Kettengliedern (durch die Rolle) abschleifen,
weil sich der Innenbereich der Rolle (durch Kontakt mit dem dem Bolzen) abschleift,
weil sich der Bolzen abschleift,
und weil sich die Laschen der Kette minimal längen.

Nach meiner Kenntnis sind die ersten drei Faktoren (in dieser Reihenfolge) die wesentlichen Gründe für den Verschleiß und genau den misst die Kettenlehre. Der Bolzenabstand zueinander ist (für mich) die weniger wichtige Information. Insofern sind wir da einer Meinung.
Ich finde die Uraltregel (bei Kettenschaltung) immer noch die zuverlässigste. Kette vor dem Kettenblatt zusammendrücken (spannen) und am vorderen Teil des Kettenblattes versuchen sie abzuziehen. Je weiter man ziehen kann um so verschlissener ist die Kette.
So wie hier demonstriert: https://www.youtube.com/watch?v=y-6my4V5BIA

Ich selbst bilde mir ein, dass ich vorher spüre, dass die Kette deutlich rauher läuft, wenn es so weit ist und in dem Zustand auch schmieren nichts daran ändert. Dann tausche ich auch.
 
Motte schrieb:
Ich finde die Uraltregel (bei Kettenschaltung) immer noch die zuverlässigste. Kette vor dem Kettenblatt zusammendrücken (spannen) und am vorderen Teil des Kettenblattes versuchen sie abzuziehen. Je weiter man ziehen kann um so verschlissener ist die Kette.
Ja, so habe ich das bisher auch immer gemacht. Da ich die Gelegenheit habe, innerhalb weniger Monate mal unterschiedliche Methoden miteinander zu vergleichen, nutze ich das einfach mal aus. Da ich ja momentan ja sonst keine Probleme mit meinem IOS habe, untersuche ich einfach mal die Abnutzung meiner Antriebselemente unter unterschielichen Rahmenbedingungen und leite daraus abstruse Zusammenhänge ab :mrgreen: .

Ganz sauber lief die neue Kette heute doch noch nicht, Ich hatte bei starker Beschleunigung Überrutscheffekte im 7 Gang. Mein Verdacht viel auf das 9er Schaltröllchen im Neos Schaltwerk. Nach dem Wechsel des Röllchen und der Reinigung der Kettenführung im Schaltwerk war das Problem verschwunden.


DSC04455a.jpg


05.07.2017 (17400 km)
------------- 9er Schaltröllchen im Neos Schaltwerk erneuert

Gruß
Reimund
 
Hab gerade eine Hose gesehen.
Wäre vielleicht was, für deine 300 km Ausflüge.
http://cycling.claude.de/2017/06/23/tolle-marathon-hose-von-bioracer/
 
Camel schrieb:
Hab gerade eine Hose gesehen.
Wäre vielleicht was, für deine 300 km Ausflüge.
http://cycling.claude.de/2017/06/23/tolle-marathon-hose-von-bioracer/

Hallo Stefan,

über den Artikel bin ich auch schon gestolpert. Nur so richtig cool sieht der Strampler auf einem Faltrad nicht mehr aus. Vielleicht einfach als Unterwäsche verwenden.

Evtl. fahre ich mal bei Rosebikes in Bocholt vorbei und lasse mich beraten, die haben Unterwäsche für ca. 90 Euro im Programm. Aber da bin ich mir auch nicht sicher, ob sich eine Jeans darüber nicht kontraproduktiv auswirkt.

Danke für den Tip.

Gruß
Reimund
 
Heute war es mal wieder an der Zeit die Bremsschuhe zu wechseln. Meine Swissstop Bremsschuhe waren völlig runter. Das hintere Paar hatte eine Laufleistung von 5700 km und das vordere von 9300 km.

Habe nun mal Kool-Stop Mountain Pads rangeschraubt. Die haben auch sehr gute Kritiken und sind etwa 30% günstiger als die Swissstop. Ich vergleiche jetzt einfach mal.

23.07.2017 (18100 km)
------------- Bremsschuhe vorne + hinten erneuert (Kool-Stop Mountain Pads)

Edit:
Der Preisunterschied von 30% existiert nicht mehr. Entweder ich bin vor einigen Monaten an den falschen Händler geraten oder Swissstop hat die Preise nach unten korrigiert.

Gruß
Reimund
 
Hoppla, wie ist "Mein Faltrad" denn hier hin geraten? Nun im Dahon Folder, direkt unter die "Bad Facts".
Na dann mache ich es mir hier mal gemütlich.

Komme gerade aus Nord-Frankreich aus der Gegend um Calais zurück. Wir hatten die Falträder mit und es war mal wieder recht erholsam. Habe gar nicht mit so einer hügeligen Landschaft gerechnet. Endlich kam der 1. Gang mal wieder ausgiebig zum Einsatz.

Hier einige Eindrücke:


DSC04588a.jpg

DSC04661a.jpg

DSC04964a.jpg

DSC04938a.jpg

DSC04561a.jpg


Gruß
Reimund
 
Dein letztes Foto (das mit der Kirche) sieht aus als wäre es eines jener gemalten Bilder, die man sich früher in die Wohnung gehangen hat. ;) Mit blauem Himmel würde das gar nicht so gut rüber kommen - so ein bewegter Himmel hat was Schönes (finde ich). :)
 
Gestern bin ich mal wieder bei einem Brevet in den Niederlanden an den Start gegangen. Dieses Mal ging es für mich erstmals über eine Distanz von 400km. Dies ist ein besonderes Brevet. Es gibt einen gemeinsamen Rundkurs, aber 4 unterschiedliche Starts zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten. Die 4 Startpunkte bzw. Kontrollstellen bieten im Laufe des Jahres eigene Brevets an. Für das Brevet "Startpunten" arbeiten dann die 4 Organisatoren einmal im Jahr zusammen.

Das Wetter war tagsüber optimal und nachts wurde es etwas unangenehm. Im Nebel gingen die Temperaturen bis auf etwa 4-5 °C runter. Die ersten 200 km fanden für mich im Hellen statt und die zweiten dann ab Zwolle im Dunkeln. Zweimal hat mich der Sekundenschlaf überrascht und ich bin vom Fahrradweg abgekommen, aber nicht gestürzt. Habe mir dann zwei kurze Schlafpausen (15 min, 30 min) gegönnt, auf eine Bank gelegt und weg war ich. Das wirkt wahre Wunder. Nachts ging es durch große unbewohnte hügelige Waldgebiete. Letzter bin ich dieses Mal nicht geworden. Ein Rennradfahrer ist aus der kurzen Schlafpause nicht mehr so schnell aufgewacht.

Start war um 9:00 auf der Autobahnraststätte Venray. Hatte etwas Sorge um mein Auto, ist aber alles gutgegangen. Im Ziel kam ich genau 24h später an.

Hier meine Statistik:
Gesamtstrecke: 405 km
Zeitlimit: 27h
Start:9:00
Ankunft im Ziel: 9:00 Folgetag (24h)
Fahrzeit: 19h55m
Pausen: 4h05m
Spitzengeschwindigkeit: 53 km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 20.36 km/h (bezogen auf reine Fahrzeit)

Hier einige Bilder:

IMG_0348a.jpg

IMG_0338a.jpg

IMG_0355a.jpg

IMG_0374a.jpg

IMG_0365a.jpg

IMG_0387a.jpg

IMG_0394a.jpg

DSC05325a.jpg

Die Streckenbeschreibung zum Nachfahren ist hier zu finden.

http://www.randonneurs.nl/event/brm-400-rondje-startpunten-nl/

Probleme hatte ich mit meinem Rücklicht. Die Kabelklemmanschlüsse machen immer dann Probleme, wenn es am ungünstigsten ist. Im Dunkeln, wenns kalt ist und man es eilig hat. Werde die Drähte jetzt anlöten und mit der Heißklebepistole versiegeln.

Gruß
Reimund
 
Motte schrieb:
kommt auf die Art der Beschwerden an. Und die Verarbeitung der Hose. Wenn einem Jeans grundsätzlich gefallen, dann gibt es die auch als Radfahrerhose. Sie sind anders geschnitten - atmungsaktiver - meist leicht dehnbar - und haben am Gesäß keine knubbeligen Nähte. 300 Km sind ja doch was anderes als 10 Km zur Arbeit oder eine Freizeittour von 40 Km.

Ich weiche im Alltag und auf Reise gern auf mehr oder weniger dezente "Trekking Kleidung" aus. Oder nutze "Langlauf Kleidung" aus dem Ski oder Lauf Bereich. Beide haben einen Stretch Anteil, sind robust und schnell trocknen. Meine Lieblingshose ist z.B. diese hier: http://www.sportscheck.com/schoeffel-wombat-trekkinghose-herren-p121663-F010/schlamm/

Manchmal reicht das alles nicht, dann muss Gesäß Creme her.
http://www.bike-magazin.de/fitness/training/gesaesscremes-schmerzen-am-hintern-vorbeugen/a8091.html
Die hier Beworbene (ilon) hat mir jedenfalls auch schon gute Dienste geleistet.


@ Udo
@ Stefan

Folgende Ausrüstung hat mir geholfen, das 400 km Brevet unbeschadet zu überstehen:

Hose: Shimano Transit Path Pads
http://www.shimano-lifestylegear.com/de/cw/products/explorer/17ss_009transit_path_pants.php

zusätzliche Unterhose: X-Bionic Energizer MK2 Boxer Shorts mit Pad
https://www.rosebikes.de/artikel/x-bionic-energizer-mk2-radunterhose/aid:761564

Zweite Unterhose von Gonso. Beide im Einsatz, Wechsel nach halber Wegstrecke.

Gesäßcreme: Eule's Gesäßcreme.
Diese hat im unten aufgeführten Test 6 von 6 Punkten für die Schutzfunktion erhalten.
http://www.bike-magazin.de/komponenten/saettel/test-2013-gesaesscremes/a17121.html

Gruß
Reimund
 
Prima, wenn es Dir hilft - Danke für die Rückmeldung.

Gibt es eigentlich auch Ultra Brevets? Oder was machst Du wenn die Normalen langweilig werden?
Eine Pedale abschrauben? ;)

(400 Km bin ich in guten Jahren auch schon mal in einer Woche gefahren :cool: )
 
Motte schrieb:
Prima, wenn es Dir hilft - Danke für die Rückmeldung.

Gibt es eigentlich auch Ultra Brevets? Oder was machst Du wenn die Normalen langweilig werden?
Eine Pedale abschrauben? ;)

(400 Km bin ich in guten Jahren auch schon mal in einer Woche gefahren :cool: )

Och, da gibt es noch Potential: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/brite-radelt-in-78-tagen-um-die-welt-a-1168663.html

:shock: :lol:
 
Hallo Reimund,

RESPEKT!!!
Soweit fahren andere nicht mal mit dem Auto.
Bei den Bildern, musste ich etwas schmunzeln.
Alle fahren mit Rennrad und Sportklamotten und du hast noch Packtaschen
dabei. ;-)
Fühlen sich die Renner nicht provoziert, wenn du so “locker“ mit Gepäck neben denen fährst? :) :)

Sportliche Grüße Stefan
 
Reimund - hast Du nicht auch das B+M Topline Rücklicht?

Nicht löten - das bricht dann an der Übergangsstelle Litze - Zinn.

Ich hab an meinem Kabelschuhe angecrimpt und Schrumpfschlauch übergezogen. Nachher dann erhitzt, so dass die Endstücke komplett mit Schrumpfschlauch versiegelt sind. Polfett auf die Laschen und mit einer Spitzzange die Kabelschuhe aufgedrückt. Die Zuleitung ist mit Kabelbinder am Gepäckträger fixiert und macht dann nur einen kleinen Bogen zu dem Steckkontakten. So dass sich da nix aufschwingen kann.
Es lohnt sich dafür eine richtige Crimpzange zu benutzen. Dann hat man dort eine "Kaltverschweißung".

Bislang hatte ich an einem so angeschlossenen Rücklicht noch nie Ärger mit der Zuleitung. Das Rücklicht selbst hab ich zusätzlich mit zwei "Unterlegscheiben" aus Gummi (aus dem Sanitärbereich im Baumarkt) abgefedert - um ihm die gröbsten Rüttler zu ersparen. Ob das wirklich was hilft, weiß ich nicht - aber wie gesagt - mir ist auch noch keins kaputt gegangen.

Gruß

Udo
 
Motte schrieb:
Gibt es eigentlich auch Ultra Brevets? Oder was machst Du wenn die Normalen langweilig werden?
Eine Pedale abschrauben? ;)
(400 Km bin ich in guten Jahren auch schon mal in einer Woche gefahren :cool: )

Meine Ultra Version sieht so aus: Vorletzte Woche bin ich 400 km gefahren, letzte Woche bin ich 400 km gefahren und dann zum Abschluss der 2. Woche nochmal 400 km auf einen Schlag. Und wenn alles klappt, kommen diese Woche auch nochmal 400 km zusammen. Heute waren es schon mal wieder 80 km. Mein Ziel sind mindestens 1600 km in 3 Wochen, ohne dafür Urlaub genommen zu haben.

(Es ist mal wieder Stadtradelzeit und ich möchte es wieder aufs Siegertreppchen schaffen.)

Gruß
Reimund
 
Motte schrieb:
Reimund - hast Du nicht auch das B+M Topline Rücklicht?
Nicht löten - das bricht dann an der Übergangsstelle Litze - Zinn.

Ich hab an meinem Kabelschuhe angecrimpt und Schrumpfschlauch übergezogen. Nachher dann erhitzt, so dass die Endstücke komplett mit Schrumpfschlauch versiegelt sind. Polfett auf die Laschen und mit einer Spitzzange die Kabelschuhe aufgedrückt. Die Zuleitung ist mit Kabelbinder am Gepäckträger fixiert und macht dann nur einen kleinen Bogen zu dem Steckkontakten. So dass sich da nix aufschwingen kann.
Es lohnt sich dafür eine richtige Crimpzange zu benutzen. Dann hat man dort eine "Kaltverschweißung".

Ja das ist meine Lampe.

Danke für den Tip. Genau so werde ich es machen.

Gruß
Reimund
 
Camel schrieb:
Fühlen sich die Renner nicht provoziert, wenn du so “locker“ mit Gepäck neben denen fährst? :) :)

Nein, das kommt nicht mehr vor. Bin mittlerweile bekannt, auch bei den Niederländern. Zum neben her fahren hat es bei diesen Teilnehmerfeld dieses mal nicht gereicht. Fahre mein eigenes Tempo. Alles andere würde sich ein paar Stunden später rächen.

Das gab es nur vor zwei Jahren beim 300 km Eifelrennen (hierzu findet sich hier auch irgendwo ein Bericht) als ich in der Eifel nachts auf meinem 3-Gang 20 Zoll Aldi Klapprad mit Körbchen und lustiger Klingel zu fortgeschrittener Stunde auf eine Rennradgruppe aufgeschlossen bin und schlagartig für Totenstille gesorgt habe. Nein, totenstill war es eigentlich nicht. Mein Seitenläufer-Dynamo hat doch ziemlich Krach gemacht. :mrgreen:

Gruß
Reimund
 
Heute habe ich mal wieder die Kette und die Ritzelkassette erneuert. Die Verschleißgrenze war erreicht. Die neue Kette ruschte sofort auf den hinteren Ritzel durch. Deshalb musste auch die Kassette neu.

Die Kette hat dieses Mal 4000 Km durchgehalten, also 1000 km mehr als beim letzten Mal.

Versuchsweise habe ich in dieser Periode die Kette mal nur mit Universalöl geölt und kein Kettenfett verwendet. Und zwar dieses hier für 1.25 Euro:
https://www.action.com/nl-nl/p/kroon-handy-oil-oil/

Auch wenn es die Laufleistungs positiv beeinflusst haben mag. So eine Sauerei brauche ich nicht noch einmal. Zwei Hosen habe ich mir in unachtsamen Sekunden völlig versaut und auch der heutige Wechsel hat doch zu sehr öligen Händen geführt.

01.10.2017 (21300 km)
------------- Kette Shimano CN-HG71C und Ritzelkassette CS-HG51 erneuert

Gruß
Reimund
 
Der erste Batteriewechsel bei meinem VDO M1.1 Tachometer ist ein guter Anlass für einen ersten Erfahrungsbericht an dieser Stelle.

Den Tachometer hatte ich mir aus zwei Gründen zugelegt. Erstens, weil er erst nach 100000 km wieder auf 0 zurückspringt und zweitens, weil er einen Permanentspeicher für Kilometerstand und Radumfang besitzt, der einem Batteriewechsel trotzen kann.

Die erste Batterie (CR2032) hat nun fast 1.5 Jahre gehalten. Der Wechsel ging erwartungsgemäß ohne Probleme vonstatten. Meine Begeisterung hält sich dennoch in Grenzen, da das nicht sehr elastische Zuleitungskabel nicht auf lange Haltbarkeit ausgelegt ist. In meiner Installationskonfiguration hält es ca. 10000 km. Es bricht genau am Zugang zur Halterung. Beim ersten Mal hatte ich angenommen, dass der Defekt auf einen Sturz zurückzuführen ist, bei dem die Halterung einige Blessuren davongetragen hat. Nach dem Austausch ist es vor kurzem wieder nach einer ähnlichen Kilometerleistung gebrochen. Das Kabel wird bei mir ca. 12 cm durch die Luft geführt und ist dann mittels Kabelbindern am Bremszug fixiert, der natürlich bei leichten Erschütterungen immer etwas federt.


DSC05326a.jpg


Das Anschlusskabel kann zum etwa halben Tachometer-Gesamtpreis als Ersatzteil nachgeordert werden. Nun habe ich erst einmal kein weiteres Kabel gekauft, sondern die Bruchstelle entfernt und die Drähte an die kleinen Kontaktpunkte in der Halterung für den Tachometer angelötet. Mit Heißkleber habe ich das Kabel dann neu am Halter fixiert. Nicht schön, aber funktioniert erst einmal.


IMG_0415a.jpg


Hier noch ein Vergleich der Anzeige mit GPS von der längeren Ausfahrt vor zwei Wochen. Auf der Distanz von 400 km liegt die Abweichung zum GPS bei etwa 0.12%. Das ist sehr genau und meiner Meinung nach nicht mehr weiter zu optimieren. Bei der Fahrt tagsüber lag der Fehler noch bei unter 100m bei 200 km. Nachts wurde es dann kälter und nach 405 km lag die Abweichung dann bei 500 m. Allerdings bin ich mir auch nicht sicher wie genau meine GPS Referenz eigentlich ist. In waldigen Gebieten hatte ich immer mal wieder Empfangsaussetzer (zeigte dann deutlich niedrigere Geschwindigkeiten an und sprang auch in der Anzeige mal auf einen benachbarten Parallelweg um).

Wenn VDO beim Anschlusskabel bzw. der Halterung noch etwas an der Haltbarkeit optimieren können, wäre das wirklich ein tolles Teil.

Gruß
Reimund
 
Zurück
Oben