Dahon IOS P8

Da mir es bei mir bei meinen Langstreckenfahrten öfter mal knapp mit der Energieversorgung für Navi und Handy wir, versuche ich mir mal mit einem vom Dynamo betrieben USB Charger Abhilfe zu verschaffen. Heute habe ich mir deshalb ein KEMO 172N (relativ günstig zu bekommen) ans Rad geschraubt.


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Leider sind die verfügbaren Powerbänke mittlerweile alle schlauer als ihre Besitzer und entscheiden selbst, welchem über USB angeschlossenem Gerät sie Strom zu Verfügung stellen und welchem nicht. Bei größeren Bänken ist der Betriebsstrom meines Navis einfach zu klein und sie schalten sich nach einigen Sekunden wieder aus (habe etliche ausprobiert). Die kleineren Bänke halten bei mir max. 9h-10h durch. Das reicht nicht einmal für 200 km. Daher nun der Schritt zur aktiven Ladeunterstützung meiner kleinen Powerbänke.

23.02.2019 (39900 km)
------------- USB Charger Kemo 172N zur Sicherstellung der Energieversorgung angebracht

Gruß
Reimund
 
CycoRacer schrieb:
... Heute habe ich mir deshalb ein KEMO 172N (relativ günstig zu bekommen) ans Rad geschraubt. ...
Das Ding ist ja riesig! Ich hab das bislang nur alleine auf Abbildungen gesehen und mir halb so groß vorgestellt.
... ist der Betriebsstrom meines Navis einfach zu klein und sie schalten sich nach einigen Sekunden wieder aus ...
Das Garmin eTrex? Das Problem hatten wir letztes Jahr in Stockholm auch. Die Akkus im eTrex waren schon zu schlapp für die Displaybeleuchtung und es war dunkel. Die am Tern als Bar-Extender angebrachte Powerbank (hat zufällig den gleichen Durchmesser wie der Lenker) hat nicht mitgespielt. Eine weitere, andere Powerbank hat funktioniert. Ich meine, dass die Chips der Powerbanks mitunter eine manuelle Aktivierung bieten. Das ist aber in der Beschaltung nicht benutzt.

Letztendlich haben wir den Rückweg dank meines als Backup mitgenommenen KFZ-Navis gefunden. Das Garmin hat mir zu schwachsinnig navigiert.

Eine Nachlademöglichkeit der Powerbank via Dynamo hab ich mir selbst gebaut, in die Powerbank integriert, aber noch nie benutzt. Das war eine Vorbereitung für meine noch nicht stattgefundene Radreise.
 
Moin,
Zu den (meist ernüchternden) Kapazitäten, bzw den tatsächlich Nutzbaren, der sog. "Powerbanks" erklärt der Herr hier:
https://www.youtube.com/watch?v=7pwc30TsPQc
einiges hintergründiges.
(Zu "normalen" Powerbanks ab ca 4:16)

Gruß Karsten
 
Is bekannt. Aber das war hier nicht das Problem, sondern dass sich die Powerbanks bei manchen Lasten erst gar nicht einschalten. Ich werde beizeiten mal testen, ob sich das durch hinzufügen einer kleinen Dummylast lösen lässt.

Nachtrag:
Hab mal nachgemessen, das eingeschaltete Garmin gönnt sich ca. 90 mA. So wenig ist das nicht und trotzdem merkt die Powerbank nicht, wenn es angesteckt wird. Meine andere Powerbank hat einen Taster in der USB-Buchse, die schaltet sich auch ein, wenn eine USB-Strippe alleine angesteckt wird. :mrgreen:

Wenn ich die erste Powerbank mit einer anderen Last aktiviere und dann das Garmin anstecke, bleibt sie aber an.
 
Ch.Bacca schrieb:
Die am Tern als Bar-Extender angebrachte Powerbank (hat zufällig den gleichen Durchmesser wie der Lenker) hat nicht mitgespielt. Eine weitere, andere Powerbank hat funktioniert. Ich meine, dass die Chips der Powerbanks mitunter eine manuelle Aktivierung bieten. Das ist aber in der Beschaltung nicht benutzt.
Ja, bei mir ist es auch das Garmin Etrex. Damit fahren ich ja nur Strecken ab, die ich vorher reingeladen habe. Navigation über Adresseneingabe habe ich noch nie damit gemacht.

Bei den Packs im unteren Preissegment, die ich hier verwende, ist eine manuelle Aktivierung nicht vorgesehen. Aufbrechen wollte ich bisher noch kein Pack. Ich gehe davon aus, dass der Chipsatz das natürlich hergeben wird oder dass man selbst z.B. durch Ändern eines voraussichtlich vorhandenen Shuntwiderstandes die Empfindlichkeit anpassen kann. Dafür muss man dem Pack aber Gewalt antun und trifft im Innern auf vergossene Elektronik oder unkenntlich gemachte Bauelemente.

Eine Dummylast bringt das Pack zum Leben, allerdings hilft mir das bei meinem Problem nicht weiter. Wenn ich beispielsweise die Akkukapazität verdopple und ich 50% über eine zusätzliche Dummylast verbrate, komme ich auch nicht über mein 10 Betriebsstunden für mein Etrex hinaus.

Das Gehäuse für den USB-Regler ist sehr klobig und es ist viel Luft darin verbaut. Allerdings kostet er auch nur ca. 20 Euro. Das gibt es schönere Lösungen ab 60 Euro audwärts. Dort, wo ich ihn angebracht habe, stört er mich erst einmal nicht. Ich habe noch größere Teile vom Gehäuse abgesägt. Eigentlich ist das Teil zur Montage an der runden Lenkerstange vorgesehen.

Allerdings habe ich mit diesem Teil nun einen Ebike-Look, der bei meinen Rennen vielleicht zu einigen Diskussionen führen kann. Dieser Mammut-Regler in Verbindung mit meinem Billigriesennabendynamo, der schon fast die Größe eines modernen Ebike-Antriebes hat und dann die große Lenkertasche, die genügend Platz für ein Akkupack bieten würde, lassen bei vielen kritischen Beobachtern wahrscheinlich keinen anderen Schluss mehr zu. :mrgreen:

Gruß
Reimund
 
Meine kleinen Runden hab ich als lose Schüttung beim Chinamann bestellt und die Qualitätsakkus hierzulande separat. So konnte ich auch basteln und mir aus zwei Elektroniken eine Spezialversion für "charge through" machen. Die hängt jetzt am Falter mit der zusätzlichen Schaltung für den Dynamo-Krempel. Anständig laden wird man damit nicht können, aber die Laufzeit etwas verbessern. Licht geht übrigens trotzdem, nur hab ich dann kein Fernlicht mehr.

Und noch eine Messung: Meine Powerbank aktiviert sich schon mit einer Last von 82k, bei 100k nicht mehr. Wenn man 10k nimmt, um sie sicher einzuschalten ist das gerade mal 0,5 mA zusätzlich zu dem, was das Garmin nimmt, also etwa 0,55%. Sowas könnte man gut unter etwas Schrumpfschlauch an der USB-Strippe verstecken.
 
Ch.Bacca schrieb:
Und noch eine Messung: Meine Powerbank aktiviert sich schon mit einer Last von 82k, bei 100k nicht mehr. Wenn man 10k nimmt, um sie sicher einzuschalten ist das gerade mal 0,5 mA zusätzlich zu dem, was das Garmin nimmt, also etwa 0,55%. Sowas könnte man gut unter etwas Schrumpfschlauch an der USB-Strippe verstecken.

Das ist interessant, danke fürs Nachmessen. Einen 10K kann man auch leicht im Garmin selbst unterbringen. Die USB Buchse ist im Etrex auf einer separaten Platine untergebracht. Wenn nicht die Höhe des niedrigen Betriebsstroms der Grund für das Abschalten der Bank ist, was kann es dann den sonst noch sein? Evtl. igendwelche Störungen die rüberkoppeln oder das Teil schaltet wieder von selbst für einige Sekunden auf die eingelegten Batterien um? Egal, ich merk mir deine Lösung mal.

Jetzt fahr ich erst mal mit einem kleinen Pack als Puffer für meinen USB Charger weiter. Wenn alles klappt bin ich ja in diesem Sommer bis zu 90h an einem Stück ohne genügend Nachladezeit unterwegs, da ist ein Ansatz mit Charger schon mal nicht schlecht. Jetzt probier ich das Teil erst einmal einige Zeit aus.

Gruß
Reimund
 
CycoRacer schrieb:
... Wenn nicht die Höhe des niedrigen Betriebsstroms der Grund für das Abschalten der Bank ist, was kann es dann den sonst noch sein? ...
Keine Ahnung. Die Bänke verhalten sich ja nicht gleich; die Garmins u.U. auch nicht (hab ein Legend und Du, glaube ich, ein Vista). Bei meinem Garmin vermute ich, dass bis zu einer gewissen Eingangsspannung überhaupt keine ohmsche Verbindung an der Versorgung ist. Das könnte irgendeine blöde spannungsabhängige Eingangs-Schutzschaltung sein. Deshalb merkt meine Powerbank im deaktivierten Zustand nicht, dass da was angeschlossen wurde. Wenn sie vorher schon lief, bleibt sie mit dem Garmin ja an. Ist bei Dir mit Powerbank die Beleuchtung am Garmin an?

Mit Adressen navigiere ich übrigens auch nicht. Das ist furchbar umständlich. Aber zum Campingplatz zurück über POI-Suche geht ja auch. Meist navigiere ich mit Luftlinie, das war mir in Stockholm ohne Tageslicht aber zu riskant, weil man zu leicht irgendwo landet, wo es nicht mehr weiter geht. Erschwerend kam noch hinzu, dass das Garmin am Falter war, den meine Freundin fuhr und sie mit dem Garmin nicht gut klar kam. Am großen Rad hatte ich keinen Halter dafür. Das KFZ-Navi passte jedoch in die Kartenhülle der Lenkertasche und hatte zum Glück einen neuen Akku mit gerade genug Ausdauer. Das hat uns den Ar... gerettet. Wir haben die Räder am Camper einfach auf den Rasen gelegt. In der Nacht im Regen ist die Powerbank noch abgesoffen, hat das aber überlebt.
 

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Karsten schrieb:
Zu den (meist ernüchternden) Kapazitäten, bzw den tatsächlich Nutzbaren, der sog. "Powerbanks" erklärt der Herr hier: ...
Wolfgang Rudolph kann und konnte schon immer die Dinge verständlich auf den Punkt bringen. Der WDR Computerclub hat quasi meinen Einstieg in die Computertechnik begleitet. Es gab immer visionäre Themen wie z.B. 'Bezahlbare Computer für den Heimbereich' 81/82 oder 'die Vision vom Internet für den Heimanwender' Anfang der 90er. Alles wurde immer aufgeschraubt und reingesehen und ggf. verbessert. Computerprogramme zunächst begleitend über den Tonkanal der Sendung übertragen, später dann unbemerkt in der Austastlücke. Genial! Dann immer die interessanten Denksportaufgaben: Suche nach dem schnellsten Basic-Programm, das alle Primzahlen von 2 bis irgendwohin berechnet. Das waren noch Zeiten, man hat sich mit Freunden getroffen, die Computer mitgebracht und die Computer die Nacht durch gegeneinander antreten lassen, mal zum Schachtunier, mal zum Primzahlen berechen. Das konnten ZX81 (der allerdings mit kräftigen Erweiterungen), Video Genie, Apple 2e, IBM irgendwas und C64 gegeneinander beim gemütlichen Bierchen gegeneinander antreten.

Gruß
Reimund
 
Du musst mal gucken, ob der Kemo noch genug Strom liefert, wenn Du mit Licht fährst. Meistens klappt das dann nicht mehr. Etrex mit seinem geringen Verbrauch und Licht könnte eventuell noch gehen.

Routing mit dem Etrex macht keinen Spaß - dafür ist es einfach zu alt. Bei meinem (sehr viel neueren) Gpsmap 64 S ist das völlig anders. Da gibt es auch ganz brauchbare Routing Vorschläge.

Das hier- https://fahrradzukunft.de/12/minimal-lader/
geht immer.

Deinen Kemo findest Du hier beschrieben: https://fahrradzukunft.de/12/steckdose-unterwegs-2/

Gruß

Udo
 
Motte schrieb:
Du musst mal gucken, ob der Kemo noch genug Strom liefert, wenn Du mit Licht fährst.
Auf der Gehäuseoberseite ist ein "dezenter" Umschalter. Damit muss ich mich entscheiden, entweder ich fahre mit Licht oder der Kemo liefert Strom.

Gruss
Reimund
 
Die meisten Dynamos schaffen locker die doppelte Spannung, wenn kein Überspannungsschutz integriert ist. Deshalb hab ich meine Zusatzverbraucher (zweiter Scheinwerfer ODER das Ladegedöns) in Serie zum "normalen" Licht geschaltet. Der Tern Joule II ist blöde genug, dass er nix von seiner Nennleistung von 2,4 Watt weiß und mehr als das Doppelte heraushauen kann. Und das macht er auch schon bei niedriger Geschwindigkeit. Manche Dynamos muss man erst mit einem hinzugeschalteten Kondensator dazu überreden. Dazu finden sich einige Anleitungen im Netz.

Vielleicht kann man den Kemo auch so anschließen und den Umschalter ignorieren.

Meinen zweiten Scheinwerfer schließe ich über einen Schalter kurz, wenn er aus sein soll.
 
Meines Wissens nach begrenzt nur der Novaterm die Leistung. Alle anderen Nabendynamos schaffen somit mehr als 2,4 Watt (bzw. 3 Watt).

Reimund - der Andreas Oehler (siehe oben verlinkte Artikel) meint, dass der Kemo auch so Licht und Garmin gleichzeitig schafft. Würde ich mal testen.
 
Hallo Udo,

den Umschalter finde ich gar nicht so verkehrt. Da habe ich kontrollierbare Arbeitsbedingungen, Licht ohne Einschränkung oder ordentlicher Ladebetrieb.

Bei direkter Parallelschaltung lässt sich nicht vorhersagen was passiert. Der Dynamo arbeitet näherungsweise als Konstantstromquelle. Regler und Lampe teilen sich ja nicht freundschaftlich den Strom, sondern derjenige der bei kleiner Spannung den größeren Strom fließen lassen kann gewinnt. Wer gewinnt kann dann noch geschwindigkeitsabhängig sein und wenn dann zusätzlich noch die wahrscheinlich verbauten Schutzdioden ins Spiel kommen und bei steigender (Über)spannung wirksam werden, wird es noch interessanter. Im Mittel wird wohl was Leuchten und ein bisschen was laden.

Da scheint mir der Vorschlag einer Reihenschaltung von Ch. Bacca vielleicht sogar der bessere Ansatz, beide Geräte bekommen den gleichen Strom. Bei unbekannter Elektronik würde ich da aber Lampe und Regler noch jeweils eine Zenerdiode als Schutz vor Überspannung und ungewollter Strombegrenzung verpassen.

Gruß
Reimund
 
Motte schrieb:
In Lampe und Kemo werkeln aber getaktete Schaltregler mit induktiven Lasten.
Vom Kemo weiß ich's nicht, aber Dynamoscheinwerfer sind einfacher gestrickt. Bei den hochpreisigen Flakscheinwerfern mag das noch anders sein, um wirklich das letzte Quäntchen herauszukitzeln. Ansonsten sind die primitiv: Z-Diode, Gleichrichtung, Schalter, Supercap, etwas Hühnerfutter und die LED.
 
Stimmt z.B. die Phlillips Leuchte (Safe Ride) an Reimunds Rad ist ganz primitiv aufgebaut ;)
https://www.pedelecforum.de/forum/index.php?threads/sind-e-bike-gleichspannungs-scheinwerfer-besser-stvzo-zugelassene.13059/page-6#post-180501

(Bild in der Mitte - Vor und Rückseite der Platine)
 
6 bis 48 Volt DC. Hat Reimund diese Variante am Dynamo? Jedenfalls: hochpreisiger Flakscheinwerfer. Da wundert mich der Aufwand nicht. Da könnte es wirklich komische Effekte bei der Serienschaltung mit dem Kemo geben. Das müsste man sorgfältig testen.
 
Die Dynamo Variante ist auch nicht einfacher gestrickt. Wie auch immer - man wird keine Daten vom Hersteller erhalten - da bleibt immer nur ausprobieren, wenn in der Elektronik irgendwelche unbeschrifteten vielbeinigen Käfer und eine komische Spule auftauchen.
 
Ja, auf jedenfall ein spannendes Thema, bei dem ich ja mit meiner Anschlussvariante erst einmal auf Nummer sicher gegangen bin. In der Tat habe ich auch eine Safe Ride 60 Lampe, die ist aber an meinem Aldi-Klapprad verbaut und wird dort standesgemäß von einem surrenden Seitenläufer versorgt :mrgreen: . Am IOS sitzt ein Tern Valo 2 Licht.

Habe mit gestern noch eine Powerbank bestellt (TUPower Power Bank 8000mAh), die auch während des Ladebetriebes die angeschlossenen Lasten weiter versorgen kann. Das können meine alten Bänke nicht, da gibt es nur ein "entweder oder", die müsste ich dann zum Laden immer umstöpseln.

Gruß
Reimund
 
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