Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Ein kleiner Nachtrag zur "Speichenbohrung" :
Standard-Nippel haben in dem entsprechenden Bereich einen Durchmesser von 3,4 mm, wohingegen die Felgenlöcher mit 4,4 mm daherkommen. Das ergibt für maximale Schräglage der Nippel einen Winkel von ca. 11 Grad bei 5 mm Felgenbodendicke.
Nun kann man überlegen, ob dieser Winkel für die diagonal im Raume liegende Speiche ausreicht, besonders bei "dicken Naben" in kleinen Felgen.
Bilder aus dem OP-Saal (Speichenbohrung) gibts nun auch. Die Speichen wurden mittels Klebefahnen markiert, um beim Zusammenbau wieder die gleiche Position zu verwirklichen. Der Speichen-Spannkraftmesser durfte mit ins Bild. Was auf dem einen Bild wie ein Messer aussieht ist eine Fühlerblattlehre.
Auch von der Chainglider- Version gibts ein Bild (Revision 4A !). Endlich fettfrei falten ! Und zugleich eine angemessene Entfaltung haben. Der Chainglider ist für 48-er Kettenblatt,das hintere Ritzel ist ein 18-er, die Entfaltung geht von 2,20 m bis 7,48 m. Mehr geht nicht ! Außer mit einer Rohloff (bei der wegen dem notwendigen größeren Kettenblatt 50-er ?,52-er?,54-er? kein Chainglider auf dem Markt angeboten wird). Gehen tut natürlich die DualDrive optimal mit dem vorhandenen 48-er Blatt. Der Chainglider könnte dann seinen unteren Flügel verlieren. Ein geöffneter Chainglider sozusagen. Für die Kette wäre das natürlich eine halbe Sache. Immerhin blieben die hellen Sommerhosen der Urban-Biker-Frau von der Schmiere verschont. Über die Doppel-Kettenblatt Version mit der i-Motion 9 habe ich schon berichtet.









Mfg EmilEmil
 
Nebenbei bemerkt, die Tochter von Prof. Dauerbruch hat gerade einen Schönheits-Wettbewerb gewonnen :
Sie führt nun den Titel einer "Miß Konstruktion".
 
Hier mal eine Kostenaufstellung für das Projekt :

Projekt 20" Faltrad FOLDING*STAR: Kostenaufstellung : [€] ; Klammerwerte (Minus) für technisch einfachere Ausstattung !

1) Laufrad Vorn: Bremse.............................50,00 [ -35]
2) Laufrad Vorn: Felge...............................30,00
3) Laufrad Vorn: Speichen...........................20,00
4) Laufrad Vorn: Nabendynamo ...................180,00 [-162]
5) Gabel................................................20,00
6) Gepäckträger (Vorn)...............................20,00
7) LED-Licht Vorn......................................60,00 [ -30]
8) Vorbau...............................................15,00
9) Lenkstange..........................................15,00
10) Klingel................................................4,00
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Zwischensumme 1-10 : 414,00 €
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11) Griffe................................................12,00
12) Tachometer(Computer)............................15,00
13) Spiegel...............................................15,00
14) Rahmen Neu (alt 60 €)............................200,00
15) Bremsgriffe (Paar)..................................22,00
16) Kabel (Bremse)......................................27,00
17) Sattel.................................................30,00
18) Sattelstütze..........................................15,00
19) Luftpumpe.............................................5,00
20) Flaschenhalter.........................................5,00
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Zwischensumme 11-20 : 346,00 €
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21) Innenlager + Kurbeln + 1 Kettenblatt..............75,00
22) Chainglider...........................................38,00
23) Laufrad Hinten: Bremse............................50,00 [ -35]
24) Laufrad Hinten: Felge..............................30,00
25) Laufrad Hinten: Speichen..........................20,00
26) Laufrad Hinten: i-Motion9 (Nabenschaltung)...250,00 [-180]
27) Schutzbleche (Vorn,Hinten)........................20,00
28) Rücklicht...............................................8,00
29) Gepäckträger (Hinten)..............................20,00
30) Kette..................................................20,00
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Zwischensumme 21-30: 531,00 €
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31) Pedale + Haken.......................................25,00
32) Zweibein-Stütze......................................25,00 [ -20]
33) Kabelschloß...........................................10,00
34) Bereifung (Marathon Racer)........................50,00
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Gesamtsumme : 1391,00 € [ Mini-Version statt Midi -462 € ]
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Alle Kosten sind Endverbraucherkosten. Ihre Summe stellt daher eine obere Grenze dar, da diese Teile dann Transportkosten je Einzelteil enthalten. Mengen- und Hersteller-Rabatte würden den Gesamtpreis nochmal senken. Die Montage- und Herstellungs-kosten würden den Preis aber wieder nach oben drücken.
Die 1391,00 € beziehen sich auf die Revision 4a (Folding*Star mit BB7 Scheiben, i-Motion 9 Gang, sowie Chainglider). Meine Schätzung ist, daß man diese Version (MIDI-Version) für 1100 € anbieten könnte.

Die technisch einfacher ausgestattete MINI-Version (Vau-Bremse, i-Motion 3, Chainglider) würde ja
in der Summe der Einzelkomponenten auf 929 € kommen. Da wäre ein Preis von 650 € machbar.

Eine MAXI-Version ( mit BB7 Scheiben, DualDrive, 3 x 10 Gang X9 oder XT , sonst wie Midi ) könnte für 1450 angeboten werden. Alle Versionen wären ca. 13,5 kg schwer.
Ich habe diese Kosten mal zusammengestellt, a) um mir selber Rechenschaft zu geben;
b) allen, die ein Restaurations- oder Renovierungs-Projekt verwirklichen wollen, einen Hinweis auf zu erwartende Kosten zu geben ;
c) allen, die ein neues Faltrad erwerben wollen, zu zeigen, daß ein ordentlich gemachtes Faltrad nicht unter 600 € zu haben ist, aber auch nicht teurer als 1500 € zu sein braucht. Natürlich sind die im Moment erhältlichen Dahon-Schnäppchen davon ausgenommen. Hier kann man aber leicht die UVPs zum Maßstab nehmen.
Alle verwendeten Teile sind von guter Qualität, aber nicht unbedingt Ultra-Leichtbau. Wer ein Faltrad mit 10,5 kg in der gleichen Ausstattung haben will, sollte mit nochmal 1000 € zusätzlich rechnen. ZB ein Sattel 180 g leicht statt 300 g schwer kostet dann statt 30 € 100 €, usw... beliebig fortsetzbar.

MfG EmilEmil
 
Da hin und wieder Fragen nach einem Gepäckträger für ein Faltrad gestellt werden :
Der Gepäckträger (Hinten) vom Folding*Star ist ursprünglich für "normale" Radgrößen gedacht und hat eine Transportfläche von 130 mm x 370 mm . Die Höhe über der Radnabe kann durch mitgelieferte Lochstreben eingestellt werden. Für kleinere Räder wie 20" kann sehr leicht eine Höhe von 30 cm über der Radachse durch Kürzen der Lochstreben, respektive des Gepäckträger-Anschlußes an die Lochstreben, eingestellt werden. Zwei Löcher des Gepäckträgers müssen zur statisch einwandfreien Befestigung der Lochstreben benutzbar sein. Beim Versetzen der Löcher um eine "Teilung" (ca 20 mm) nach oben, Neubohren eines Loches, kann der Gepäckträger um weiterei 2 cm auf 28 cm über Radachse abgesenkt werden.
Beim Folding*Star mußte eine "neue" Lochstrebe gebaut werden, die den Anschluß weiter nach hinten verlegt (Notwendig wegen der Scheibenbremsen !).
Die Befestigungs-Streben vorn oben müssen selbstredend auf die speziellen Bauraum-Verhältnisse angepasst werden. Die Original-Streben wurden nicht verwendet. Bei Gelegenheit werden die jetzt vorhandenen Streben (Aus 2 mm Alu-Blech) durch Rundstreben ersetzt.
Masse ist ca 600 g. Bezogen wurde der Gepäckträger bei der Fa. Point. Kosten liegen bei ca 25 € (Bestellnummer . # 050 335 00 ). Der Rücklicht-Schild ist serienmäßig und liegt versetzt nach vorn, so daß das Rücklicht (oder Heckstrahler) geschützt ist.

MfG EmilEmil
 
EmilEmil schrieb:
Der Rücklicht-Schild ist serienmäßig und liegt versetzt nach vorn, so daß das Rücklicht (oder Heckstrahler) geschützt ist.

Ja, so war es bei mir auch. Allerdings passten bei meinem im hinteren Bereich nach oben abgewinkelten Dahon-Aluträger dann die Klammern der Gepäcktaschen nicht mehr. Die Taschen weiter nach vorne zu verlagern war keine Alternative, da Schuhe und Tasche sich dann nicht mehr vertrugen. Am Alu rumbiegen wollte ich ehrlich gesagt auch nicht. Anfangs hab ich mir damit geholfen, das Rücklicht asymmetrisch zu montieren. Das funzte aber nur, solange ich nur eine Tasche brauchte. Jetzt steht bald eine Wochenendtour mit Vollgepäck an. Also hab ich die Haltebolzen der Rückleuchte ausgebaut, gegen längere ersetzt und so - im Gegensatz zu Dir - das Rücklicht ca 3 cm weiter nach hinten raus versetzt.

Viele Grüße
Rainer
 
Nachdem nun der Chainglider eine Strecke von 1 000 km ordentlich überstanden hat, und zugleich die Felgen/Speichen-Modifikation über dieselbe Distanz getestet wurde, gibt es dazu einige Bilder: (Chainglider entfernt)

Die Kette war zur Schmierung einmal 24 Stunden im Motorölbad (vor dem Einbau der Kette und dem Anbau des Chaingliders), danach nicht mehr. Nach dem Entfernen desselben macht die Kette (Wipperman Connex 808) einen sauberen Eindruck und eine Längung ist nicht festzustellen.
Leider ist diese Konfiguration nun dem Bedürfnis des größeren Entfaltungsumfangs zum Opfer gefallen (Wenigstens eins meiner drei Räder soll für 20 % Steigung tauglich sein und bei einer 100-er Kadenz sollen ~55 km/h möglich sein). Der Rückbau auf das 54-er Kettenblatt erfolgte auf eins mit Steighilfen. Zusammen mit den leicht gekürzten Zahnspitzen ist nun beim Schalten vom kleinen zum großen Blatt eine spürbare Verbesserung festzustellen. Die Schaltzeit steht dem "Runterschalten" kaum noch nach. Bei ca. 90 ° Kurbeldrehung sind beide Schaltvorgänge in trockenen Tüchern.

Die Steighilfen bestehen aus 2 mal 2 Nieten-Rehen, an denen sich die Kette beim Hochreiten "anlehnen" kann. Auf dem Bild ist neben den beiden Nieten einer Reihe auch der Stift zum Verhindern der Klemmung von Kette,Kurbel und Kettenblatt zu sehen. Wenn ich die Zähne beim alten 54-er Blatt gekürzt habe, werde ich diese Nieten-Reihen ebenfalls dort anbringen. Ein Kettenblatt hat sicherlich eine begrenzte Lebenserwartung (Ein zweites in Reserve wird schneller gebraucht als man zunächst denkt !). Mit dem folgenden Bild kann man sich zurechtlegen, wann und wie man den Schaltvorgang auf den Kettenblättern beginnen sollte: Mit der Position eines Fußes auf einer vorderen Stellung (100 ° Kurbelwinkel, leicht hinter dem Vorwärts-Maximum), flüssig durchtreten, aber dennoch den Druck vom Pedal nehmend. Das Diagramm verdeutlich besser, als ich es mit Worten ausdrücken kann, was zu tun ist. Die Kette sollte im Drehmoment-Minimum (Bei 195 °) gerade den Übergang schaffen.
*) Edit: Das gilt ähnlich auch für eine Nabenschaltung. Auch hier sollte der Schaltvorgang bei ca 195° liegen. Der Schaltvorgang braucht aber nur etwa 1/3 des Winkels einer Kettenschaltuzng ( ~90°), also 30°.

Wer mal die Minimum-Drehmomente Werte für 500 W, 300 W und 100 W vergleicht, fällt nicht mehr so leicht auf den Unsinn der Werbe-Fuzies "Unter Last schaltbar" herein. Ein Getriebe sollte dennoch so robust sein, daß es mal eine Fehlbedienung (Eine auf tausend Schaltvorgänge ?) wegsteckt.
Auch, wenn es immer schön ist, daß ein Plan funktioniert, gab es einen kleinen Wermutstropfen:
Nachdem ich die 1 000 km mit dem modifizierten Hinterrad ereicht hatte, gab es auf der nächsten kleinen Fahrt (Aus "DAFFKE"; Prinzip der größten Gemeinheit ?) einen Speichenbruch. Es war ein Bruch auf der Bremsseite im Speichenbogen einer innenliegenden Speiche, und zwar einer, die durch das Antriebsmoment zusätzliche Last bekommt (Speiche weist nach hinten). Erfreulich ist, daß es keine Speiche mit einem Bruch im Gewinde betroffen hat. Ich denke, daß diese Speiche den "Altlasten" ( = EmilEmil als Grattler-Laufradbauer --> ungleichmäßige Speichenspannkraft ) zum Opfer gefallen ist. Noch habe ich vier Speichen in Reserve. Falls diese in naher Zukunft auch gebraucht (verbraucht) werden, wird es eine Neueinspeichung geben.
Ja, und den leichten Doppelständer von Dahon ( 300 g) habe ich auch ausprobiert und er paßt geradesoeben an der Kette vorbei (ca. 2 mm Abstand !). Da er sich bei den Ausritten der ersten hundert km nicht negativ bemerkbar gemacht hat, werde ich ihn wohl beibehalten (Mit der Kettenblatt Abstützung aus Aluminium, derzeit in Konstruktion) kommt die Kettenlinie (momentan bei 50,0 mm) noch um 2 mm weiter nach außen: 4 mm Abstand sind gerade so akzeptabel (Als Dauerlösung).

Im Zuge der Wiederinstallierung des Drehgriffs für den Umwerfer wurden auch die Bowdenzüge etwas geschickter verlegt. Um beim Freihändigfahren möglichst symmetrische Verhältnisse zu haben, ist der dickere Zug für die Scheibenbremse hinten nun auf der linken Seite des Lenkkopfrohres und hält den beiden kleineren Schaltzügen auf der rechten Seite den Widerpart. Nebeneffekt: Das auf dem Ständer aufgebockte Rad hat einen Lenker, der nicht zum Umschlagen nach rechts oder links neigt. Die Bowdenzüge spielen quasi "Lenkungsdämpfer".
Weil es zum Thema gehört, hier noch mal die möglichen Entfaltungen (Die 9-Gang Version, Sram i motion 9, hatte einen Bereich von 2,20 m bis 7,48 m: Die von mir so genannte Frührentner-Entfaltung :mrgreen: ).
Die Entfaltungen (KB 36/KB 54) sind :
E36 [m] : 1,65 ; 1,89 ; 2,22 ; 2,60 ; 3,05 ; 3,57 ; 4,19 ; 4,91; 5,62
E54 [m] :.....................2,48 ; 2,84 ; 3,33 ; 3,90 ; 4,57 ; 5,36 ; 6,29 ; 7,37 ; 8,44
Durch das Doppelkettenblatt habe ich de facto drei Gänge mehr: Oben plus eins, unten plus zwei. Eine Halbschritt-Schaltung im Überschneidungsbereich ist möglich, aber unbequem (Schalten der Nabe plus Schalten des Kettenblatts gleichzeitig).
Es stellt sich die Frage, ob eine Kombi-Schaltung so (Doppelkettenblatt vorn,Getriebenabe hinten) konzipiert werden sollte. Der Erfolg der Dual Drive läßt andere Möglichkeiten vielversprechender erscheinen: Getriebenabe hinten plus Doppel-Ritzel, wie es zum Beispiel beim Brompton gebaut wird. Die Schaltung eines Doppel-Ritzels kann noch perfekter gebaut werden als eine für Doppel-Kettenblatt (Der Leertrumm hat keine Last !). Und Gewicht wird auch noch eingespart. Anmerkung zum Brompton: Hier wird auf die Halbschritt-Bauart gesetzt, um eine 6-Gang Schaltung zu erreichen. Nun sind 6-Gänge für ca. 305 % Entfaltungs-Umfang nicht gerade optimal ( Ein mittlerer Gangschritt von 25 % ist einfach zu groß !).
Eine Nabenschaltung mit Doppel-Ritzel gab es schon in den 1950-er Jahren von Fichtel & Sachs (von anderen Firmen auch ?, evtl. Sturmey Archer ?). Hier nun ein Bild:

Leider ließ sich diese Version am Folding*Star nicht so einfach verwirklichen wie das Doppelkettenblatt.

MfG EmilEmil
 
Hallo EmilEmil,

du hast ja, wie ich sehen konnte, an deinem Folding*Star den Campa Veloce Umwerfer in der Anlötversion installiert. Der wird ja vielfach für seine Umwerfkünste gelobt. Kannst du bitte mal messen, wie groß der Abstand von Mitte Klemmschrabe bis unterkannte äußeres Leitblech oben (ich hoffe es ist klar was ich meine) ist. Ich hab nämlich festgestellt, dass mein aktueller Umwerfer nur so weit nach oben geht, dass ich max. 57 oder 58 Zähne (noch nicht ganz klar da es um 1/2 mm geht) schalten kann. Jetzt würd ich gern wissen, ob mir der Veloce noch 1 -2 mm Platz geben kann. Danke.

Mac
 


Das Maß ist 38.0 mm (Gekennzeichnet durch den linken Rand des Tapes, und zwar da, wo der vordere Radius gerade in den größeren übergeht). Es ist der senkrechte Abstand vom Radius/Radius-Punkt auf das angebrachte Geo-Dreieck (Bolzenmitte liegt weiter innen). Campa gibt als größtes Kettenblatt 55 Zähne an. Da sollte aber noch mehr gehen ! Pi x Daumen-Einschätzung (ohne Gewähr).
Mfg EmilEmil
 
EmilEmil schrieb:
Campa gibt als größtes Kettenblatt 55 Zähne an. Da sollte aber noch mehr gehen ! Pi x Daumen-Einschätzung (ohne Gewähr).
Der von Dahon verbaute Microshift (der an sich einen ganz guten Eindruck macht) soll auch bis 55 gehen, schafft aber ganz sicher mehr. Allerdings kann ich ihn aber am Anlötsockel nicht weit genug nach oben schieben. Hoffe mit dem Veloce gehen 58, komm aber erst am WE zum messen. Wahrscheich wird es aber so knapp, dass ich bestellen und ausprobieren muss. Trotzdem schon mal vielen Dank.

Mac
 
Ja Mac,
hab gerade die Campa-Veloce-Unterlage noch durchgeblättert: Das von Campa geforderte Maß von Oberkante Anlöt-(-Schellen)-Sockel zu Tretlager-Achse ist bei einem 55-er KB 166 mm. Im Vergleich zu einem 55er KB kommst Du ja bei 58-er KB ca. 6 mm höher. Evtl kannst Du ja auch die Bohrung der Umwerfer-Schraube nach unten ( 7 mm ?) setzen und das Gewinde im Umwerfer-Sockel neu schneiden.
Mfg EmilEmil
 


Nach 3-jähriger Suche endlich eine SRAM Dual Drive mit Scheibenaufnahme (Disc) und 32 Loch.
Preis ist ca 150.00 € inklusive 18 € Versand (Nackt ohne Schalter,Clickbox oder Kabel).
Gewicht (Masse) ist 980 g (Masse ist O.K., selbst nachgewogen).
Die Bezugsquelle ist:
http://www.recumbentparts.com/detail/0/51/68/0/1295/Sram-Dual-drive-naaf.html
Wird aber trotzdem nicht mehr im Folding*Star verbaut, da die 2x9 Lösung alle Anforderungen ( 20% Bergauf; 20 % > 85 km/h Bergab und Freihändigfahren ( 1 km bei 22 km/h)) abdeckt. Könnte auch, bestückt mit einem einfach Ritzel als (Ausbau-fähige ?) 3-Gang-Nabe für einen Dünnpfiff-Expreß-Falter auf dem Campingplatz verwendet werden, oder für halb-einsichtige, ehemalige Eingang-Starr-Radler (Einsicht, weil inzwischen die Knie schmerzen). :D


Oder einfach für jemanden, der das besondere liebt (Zu einem akzeptablen Preis).
Edit: 01.10.2018 Eine Bild-Adresse repariert.
MfG EmilEmil
 
Hier nun einige Neuigkeiten zum Folding*Star:
Nach dem positiven Umbau des 54-er Kettenblatts auf ein 54-er KB mit Steighilfen, war das "kleine" Blatt mit 36 Z auch mal an der Reihe. Es ist nun durch ein 34-er der Fa. Shimano in Alu-Legierung ersetzt.
Im "Labor" (Meine Küche) kann ich beim Schaltverhalten keinen Unterschied zum 36-er KB feststellen. Daher ist davon auszugehen, daß der Campa-Veloce-Umwerfer (2-fach) die 20 Zähne Differenz auch im Fahrbetrieb problemlos schafft.
Leider mag ich wegen der momentanen Witterung (Schneedecke) nicht im Freien testen.
Mit 540 % Entfaltungsumfang distanziert die 2x9 SRAM i-Motion Version eine Rohloff-Speedhub (526%).Bei den effektiven Gängen hat die Rohloff-Nabe mit 14:12 die Nase vorn.
Man muß aber auch die Preise vergleichen, da steht eine 2x9 i-Motion mit ca 250 € zu 1000 € im Kosten-Nutzen Vergleich als überlegener Sieger fest.



Auf dem Bild ist die Kette noch wenig gespannt. Hier warte ich noch auf eine "weichere" Feder, bei der ich die Vorspannung (kleines KB) erhöhen werde, andererseits damit auch die Spannung auf dem großen Kettenblatt (jetzt noch zu stark) etwas geringer einstellen werde.



Das zweite Bild zeigt in der Grafik als Entfaltung vs Gangzahl anschaulich verschiedene Getriebe-Naben für Faltrad 20" und als Vergleich noch eine 3x10 DualDrive-Version (20") sowie für Rennrad-Kompakt (27") und Standard MtB (3x9, 44-36-22;11-34;26"). Die Gleichmäßigste Abstufung (Wenig Knicke in der Kurve) haben die Rohloff-Speedhub und die i-Motion 9. Die Alfine 11 ist super bis auf den Sprung von Gang 1 nach 2. Bei der Alfine 8 fragt man sich, bei welcher Orgie diese Gangsprünge ausgewürfelt wurden. Kettenschalter haben Prinzip-bedingt "unruhigere" Gangsprünge.

Der Dahon Zweibein-Ständer gefällt mir gut, weil er leicht ist, ca 300 g, und das Radl besser abstützt als ein Mittelbau- Seitenständer. Außerdem verspreche ich mir wegen der nun offenen Kette bessere Möglichkeiten beim Reinigen der Kette und der Kettenblätter. Beim Rückwärtsschieben ist dieser Ständer sowieso von Vorteil (Die Tretkurbeln haben keine Kollision mit dem Ständer). Mit den Ständern am Hinterbau (Ausfallende) mag ich mich nicht anfreunden.
Dieser Ständer hat nun eine einseitige Quetschung erhalten, um die Freiheit der Kette auf dem großen Blatt von 1 [mm] auf 4 [mm] zu vergrößern. Wie das prinzipiell gemacht wurde, ist auf den folgenden Bildern dokumentiert. Auf der Seite der Quetschung erwies es sich als notwendig, alle "Beilagen" in Stahl auszuführen (Das Abstandsstandsstück aus Preßspanplatte wurde durch einen 2,5 [kg] Schlosser-Hammer ersetzt). Mein 125 mm Schraubstock war an der Belastungsgrenze, hier habe ich während des Zusammendrehens schon ernsthaft über eine hydraulische Presse nachgedacht.



Herstellung einer Halbkreis-Rinne durch Bohrung in zwei zusammemgespannten Teilstücken (Preßspan)


Vor der Quetschung



Nach der Quetschung
MfG EmilEmil
 
EmilEmil schrieb:
Im "Labor" (Meine Küche) ......

OT:
Auch wenn ich von Deinen Beiträgen immer begeistert bin, aber

:shock: Machst Du das wirklich alles in Deiner Küche? :shock:

Ich hab bisher immer gedacht, dass jemand mit soviel Tech-Know-Hoff mindestens einen, wenn nicht zwei Kellerräume mit allerlei Dreh-, Schleif-, Bohr und Weißnichtwasmaschinen stark abgeschirmt gegenüber dem Aufräumtrieb der Ehegattin sein eigen nennt.

Wäre vielleicht mal 'ne Idee für einen Winterthread: "Zeigt her Eure Werkstatt." ;)

Grüße
Rainer
 
Rainer, du hast mir so was von Nerv getroffen :mrgreen: . Ich habe einen Kellerraum, den ich mir als "Werkstätte" umgerüstet habe. Aber: Er ist Durchgangsraum zum Gemüse-/Getränkekellerraum. Und schon haben wir Konfliktpotential. Hält sich aber in Grenzen, da meine liebe Gattin von meinen Basteleien profitiert. Wie zB neu beim Brompton anstatt der Faltpedale Steckpedale mit Pedalhaken gegen Abrutschen und für effizienteres Pedalen. Und einer Menge Reparaturen im Haus selbst.

EmilEmil, solche Technikfreaks wie dich braucht das Forum, auch wenn ich manchmal mit der Intensität deiner Ausführungen hadere :lol:
 
Ja @coral471,
ich mach nicht alles in meiner Küche, obwohl der Folding*Star dort ständig präsent ist. Ich könnte ihn auch im Keller verstauen, aber da ist mir die Diebstahl-Gefahr viel zu groß. Zwar wohne ich in einem Haus mit angenehmen und korrekten Parteien, aber sich unter einem Vorwand an der Haustür zu melden, Einlaß zu bekommen, den Keller zu betreten, evtl ein Schloß zu knacken, ein Fahrrad zu entwenden und ungestört das Haus zu verlassen, ist eine leichte Übung (Leichter als chinesisches Baumsitzen !). Im Folding*Star steckt zu viel Arbeit drin, um ihn leichtfertig einer Diebstahls-Gefahr auszusetzen.
Die Werkstatt im Keller beschränkt sich auf eine Werkbank (umgebauter Küchenunterschrank mit Buchenholzplatte) plus einem Schraubstock und einem Schleifteller. Ansonsten nur Übliches, aber sorgfältig zusammengestelltes Werkzeug, wie es für einen sehr gut ausgestatteten Haushalt nötig ist.
Dekupiersäge (Bandsäge), Fräsmaschine, Drehbank, WIG-Schweißgerät wäre schön, aber ich habe festgestellt, daß solche Profi-Werkzeuge auch die Abhängigkeiten vergrößen. Manchmal sind Spezial-Werkzeuge aber notwendig. ZB Spannkraftmesser, wenn man selber Laufräder aufbaut.
Hin und wieder tut es gut, sich zu überlegen, ob man nicht schon viel zu viel Sachen besitzt. Besitz erfordert Aufmerksamkeit und Pflege. Dinge, die nur in einer Ecke einstauben, besitzt man nicht wirklich.
Und @PeterHeinz, ich versuche, anspruchsvolle Sachverhalte der Technik möglichst für viele Forumsmitglieder verständlich darzustellen ohne zuviel Wissen vorrauszusetzen (Niemand kommt auf die Welt und ist Physiker oder Ingenieur). Bilder und Grafiken sind da geeignete Hilfsmittel, komplizierte Differential- und Integral-Gleichungen sicher nicht.
MfG EmilEmil

Parke hier nur ein paar Links:
1) DAHON ARCHER 16" Rahmen
http://www.faltradforum.de/viewtopic.php?f=79&t=168&start=120#p23063
2) SPEICHENBRUCH Spannkraft-Kreisdiagramm
http://www.faltradforum.de/viewtopic.php?f=68&t=1388&p=19519&hilit=speichenbruch#p19519
3) Tacoma Narrow Brigde RESONANZKATASTROPHE
http://www.youtube.com/watch?v=lXyG68_caV4
4) Tech. Mechanik Bolzentragverhalten
http://me-lrt.de/nachrechnung-bolzenverbindung-laufrolle-tragfahigkeit
5) Fahrphysik mit/ohne Gepäck
http://www.faltradforum.de/viewtopic.php?f=34&t=2883&start=30&hilit=fahrphysik
6) Thema Einspeichen:
http://www.faltradforum.de/viewtopic.php?f=33&t=323&hilit=speichenzahl&start=40#p26366
7) Thema Einspeichen (2) Minimum Speichenzahl
http://www.faltradforum.de/viewtopic.php?f=33&t=323&hilit=speichenzahl&start=50#p26407
8)Berechnete Reifen-Kennlinien
http://www.faltradforum.de/viewtopic.php?f=34&t=1209&p=19768&hilit=reifen+kennlinien#p19768
 
Nachdem ich den "16"- Dahon-Zweibeinständer" bei Radelmax entdeckt hatte, war ich mir ziemlich sicher, daß er auch an den 20"-Folding *Star passen und die Freiheit gegenüber der Kette vergrößern würde. Durch die "Dreiecks"-Querstrebe ist dieser seitensteifer. Wie schon der Vorgänger erhielt auch dieser an der Lagerung eine Gummiplatte, um die beim Einklappen produzierten Schwingungen (Ständer wirkt als Stimmgabel !) zu dämpfen. Die Kunststoffüße wurden mit M3 Senkschrauben gesichert (Die von Dahon verwendete Klebung hat nur Alibi-Charakter :D )
Der mit der Quetschung versehene Dahon-Zweibeinständer wanderte nun an meinen 24" Falter.




MfG EmilEmil
 
Täuscht da das Foto - oder hängt der so tief im eingeklappten Zustand? (wenn nein, da hätte ich auf manchen Wegen Probleme)
 
Tatsächlich ist die Bodenfreiheit nur 65 [mm]. Wegen der Gummiplatte von nur 1 [mm] Wanddicke zur Dämpfung kommt infolge des Hebels eine Verringerung um 10 [mm] zustande. Also vorher war die Bodenfreiheit 75 [mm]. Das ist auch nicht gerade viel. Ich hab aber schon drüber nachgedacht, das Ganze zu optimieren. Vielleicht gehen 90 [mm] ? Nun fahre ich vorwiegend auf der Straße.

Mfg EmilEmil
 
Ich hatte da eher an alltägliche Situationen gedacht, wo man eine Rinne durchfahren muss. Z.B. nutze ich gerne ausgebrochene Ecken, wenn ich beim Queren einen Bordstein überwinden muss. Ich hab dann aber keine Zeit zum Gucken, wie viel Raum da unten noch bleibt - war eher so ein Gefühl, dass dein Ständer dann einen Schlag abbekommen könnte. (Kette und Kettenblatt z.B. liegen dem gegenüber ja doch noch um einiges höher)
Von der Optik her gefällt mir der Ständer. Auch wenn ich selbst keinen Zweibeinständer mehr haben möchte. Ich hatte zu oft Plätze, wo mein Rad mit Zweibeinständer (das war der ESGE, der vollständig nach links einklappt) nicht stehen blieb, Räder mit Hinterbauständer aber schon.
 
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