Dahon IOS P8

Moin!

Ich beobachte ein paar Leute des PBP online.

Der Andy Müller aus dem Rennrad-News-Interview ist erst heute morgen los und hat jetzt die erste Etappe mit einem Schnitt von 20,23 km/h geschafft.

Reimund hat schon drei Etappen mit einem Gesamtschnitt von 16,17 geschafft. Die letzte Etappe war er deutlich langsamer. Ich drücke die Daumen, dass alles OK ist und er nur eine Pause gemacht hat!

Der Claus aus der TV-Doku (76 Jahre) hat auch drei Etappen mit einem Gesamtschnitt von 17,88.

Der Michi, den ich neulich an der Ostsee kennenlernte ist mit 21,47 km/h Gesamtschnitt unterwegs (auch schon drei Etappen).

Aufrichtiger Respekt für alle Teilnehmenden!
 
Ich muss leider arbeiten :roll:

Weißt Du auf Anhieb wie der Mindestschnitt sein muss um nicht in den Besenwagen umsteigen zu müssen?

Ansonsten drücke ich Reimund die Daumen, dass sich sein Traum erfüllt :D
 
Soweit ich weiß, gibt es drei Zeitlimits, für die man sich vorher entscheiden muss: 90, 84 und 80 Stunden.
Das entspräche 15,375; 14,643 und 13,667 km/h.
 
Danke - ich hatte das nicht gefunden.
Und Regen haben sie da, wo er grad sein müsste. Denke mal es gab zunächst auch ordentlichen Wind aus Westen - sonst wäre der Andy auch nicht bei 20 Km/h gelandet - der wollte doch erst mal ordentlich Gas geben.
 
Stimmt, das angesagte Schietwetter hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm! Das erklärt Einiges.

Nachtrag 20.08. 12:00
Reimund ist nach 42 Stunden in Brest angekommen. Die letzte Etappe hat er mit einem Schnitt von 16 km/h gemacht.

Michi war nach 38 Stunden da. Andy und Claus liegen noch zurück.
 
Noch schlaffe 300 km und er hat es geschafft. Ich drücke ihm die Daumen
n065.gif
e035.gif
 
Ja, er ist angekommen. Gaaaaaanz knapp über 90 Stunden. Egal - Respekt!!!!

Der Michi hat 85 Stunden gebraucht. Andy hat noch etwas Zeit und dürfte es auch schaffen. Claus liegt weit zurück und schon weit über 90 Stunden.
 
Hiermit möchte ich mich kurz zurückmelden. Das war ein unglaubliches Erlebnis mit sehr intensiven Eindrücken (sehr vielen positiven, aber auch einigen negativen), auch wenn ich es aus eigener Kraft nicht mehr ins Ziel geschafft habe. Ab etwa 1050 km fühlte ich mich nicht mehr in der Lage, meine Fahrt aus eigener Kraft fortzusetzen und habe das Rennen abgebrochen.

Die 1000 km am Stück sind ein neuerer Tourenrekord für mich. Das ist ja schon mal was.

Es gibt einige Faktoren, die ich "etwas" unterschätzt habe. Die Strecke bestand wirklich nur aus aneinander gereihten Hügeln (wird ja auch als Waschbrettstrecke bezeichnet). Man fuhr meist mit 5 km/h bergauf und mit 50 km/h bergab. Ich kann mich an kein flachen Stellen erinnern. Auf so einer Strecke, sollte man mit keinem Rad unterwegs sein, dass mit Gepäck ca. 28 kg wiegt. Meinen 1.4 kg Zweibeinständer hätte ich wohl nicht unbedingt gebraucht, praktisch war er aber schon. Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht war mehr als 20 Grad groß. In der ersten Nacht habe ich nur 15 min auf einer Parkbank geschlafen. In der zweiten Nacht 20 min auf einer Bank. In der dritten Nacht hatte ich immer Schlafaussetzer, mich aus der Spur gebracht haben. Zum Glück sind nachts nicht so viele Autos unterwegs. Da habe ich mich, dann auch schon mal ein Stündchen hingelegt. Je länger die Pause, desto stärker wurden die Schmerzen in Knien, Beinen und Hintern beim losfahren. In der Schlußphase (4. Nacht) wusste ich zeitweise nicht mehr, ob ich träume oder wach bin. Einmal bin ich durch das Rütteln meines rollenden Fahrrades auf dem Grünstreifen aus meinem Traum erwacht. Zweimal bin ich irgendwo am Straßenrand wach geworden und war völlig orientierungslos und meinte mich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten in Wesel bzw. in einem Industriegebiet von Krefeld zu befinden und machte mich erst einmal verwundert auf den Weg nach Hause. Achso, in "Krefeld" bin ich wach geworden, weil sich ein anderer Radfahrer zu mir an die Seite in den Dreck gelegt hat und sofort eingeschlafen ist. Als ich dann jemanden um 4:00 nach dem Weg gefragt habe, im zweiten Ansatz auf englisch, kannte der sich auch nicht aus. Er zeigte dann aber auf seine PBP Leuchtweste und ich hatte seltsamerweise die gleiche Weste an. Danach war dann wieder alles klar. Danach gab es wieder nur zwei Richtungen, die falsche nach Brest und die richtige nach Paris.

Dann hatte ich noch ein großes Problem mit meinem Kettenblatt, welches bei meiner einwöchichen Probefahrt vorher nie aufgetreten ist. Beim Schaltvorgängen beim bergabfahren sprang mir sehr oft die Kette vom Blatt runter. Die musste ich unzählige Male wieder auflegen. Den Grund dafür konnte ich nicht ausfindig machen (Kettenblatt für 9er Kette, habe aber 8ter?).

Kurz zu Andy mit dem Prophete und dem 80er Kettenblatt. Der Teufelskerl hat unter wiedrigsten Umständen die Gesamtstrecke absolviert. Dazu wird er sicherlich an anderer Stelle noch was Schreiben.

Bilder folgen noch.

Gruß
Reimund
 
Hallo Reimund

meinen Glückwunsch für die großartige Leistung, die dahinter steckt.

Die Probleme dahinter erahne ich - wenn ich mich erinnere wie schwer es damals (auch für mich) war die Durchschnittsgeschwindigkeit im Rennrad-Training um zwei oder drei Km/h zu steigern. Von 15 auf 17 geht noch prima - aber von 28 auf 32 dauert Monate. So stelle ich mir das auch bei den Langstrecken vor. Von 600 auf 1000 - das dauert.


Auf dem PBP Tracking konnte man (nee ich) nicht erkennen, dass Du abgebrochen hast. Da war nur deine Zielzeit der letzten Etappe vermerkt.

Erhol dich erstmal. Die Schulferien sind ja zu Ende, da ist die Bank bei Donato auch wieder frei ;)

Gruß

Udo
 
Moin Reimund,

auch von mir: Respekt!!!!!

Motte schrieb:
... Auf dem PBP Tracking konnte man (nee ich) nicht erkennen, dass Du abgebrochen hast. ...
Ich auch nicht. Selbst jetzt noch wird bei Andy "keine Zielzeit" und bei Dir, Reimund, eine Zielzeit knapp über 90 Stunden angezeigt.

CycoRacer schrieb:
... Die Strecke bestand wirklich nur aus aneinander gereihten Hügeln (wird ja auch als Waschbrettstrecke bezeichnet). Man fuhr meist mit 5 km/h bergauf und mit 50 km/h bergab. ...
Wahnsinn! Wir sind gestern um den Rursee und vor ein paar Tagen einen (blöden) Abschnitt des Ruhrtalradwegs geradelt. Beide Touren gelten als leicht. Dennoch waren da ein paar Steigungen, die ich teilweise gerade noch geschafft hätte, aber schiebend angenehmer empfand. 5 km/h bergauf und 50 km/h bergab kommt in etwa hin. Und Sowas auf 1200 km! :shock: Das hätte ich nicht gedacht!

Meine Freundin hat die ganze Zeit mitgefiebert und mir auch geholfen, die Trackingzeiten in eine Tabelle zu übertragen (copy und paste ging nicht). Sie hat, wenn ich von Dir aus dem Forum sprach, immer "Psychoracer" verstanden. :mrgreen: Das will sie positiv verstanden wissen und auch nicht mehr "korrigieren". :mrgreen:

Mir wurde während des PBP klar, dass meine Strategie vom Langstreckenlauf nicht aufginge. Erst mal langsam lostrotten, die Schnelleren ziehen lassen und die eigene Leistungsfähigkeit steigert sich im Laufe. Warmlaufen als Teil des Rennens, das alleine reicht nicht. Die Müdigkeit grätscht einem da irgendwann rein, selbst wenn man körperlich noch gar nicht am Ende wäre. Dafür hätte ich keine Lösung. Davon ab wäre ich körperlich gar nicht dazu imstande - glaube ich.

In den Kommentaren zu Andys Interview sind einige Meldungen von Leuten, die wohl zu ihm Kontakt hatten. Dort wurde auch schon angedeutet, dass er so seine Probleme mit den Steigungen hatte. Einerseits wundert mich das bei der Übersetzung nicht wirklich. Andererseits muss er in und um Wuppertal diesbezüglich Kummer gewohnt sein und ungefähr wissen, was mit seinem Rad geht und was nicht. Wenn PBP steilere Abschnitte als Wuppertal hat ... :shock:

Gruß vom Rursee!
Ch.Bacca und Freundin
 
Motte schrieb:
Auf dem PBP Tracking konnte man (nee ich) nicht erkennen, dass Du abgebrochen hast. Da war nur deine Zielzeit der letzten Etappe vermerkt.
Ich musste der Rennleitung ja irgendwie mitteilen, dass ich abgebrochen habe und wohlbehalten zurück bin. Dafür gab es nur einen Weg und der führte über die Ziellinie (habe eine ID-Card am Rad). Einen Seiteneingang für Abbrecher gab es nicht.

Gruß
Reimund
 
Ch.Bacca schrieb:
In den Kommentaren zu Andys Interview sind einige Meldungen von Leuten, die wohl zu ihm Kontakt hatten. Dort wurde auch schon angedeutet, dass er so seine Probleme mit den Steigungen hatte. Einerseits wundert mich das bei der Übersetzung nicht wirklich. Andererseits muss er in und um Wuppertal diesbezüglich Kummer gewohnt sein und ungefähr wissen, was mit seinem Rad geht und was nicht. Wenn PBP steilere Abschnitte als Wuppertal hat ... :shock:
Ich bin ja mit Andy vor und nach dem Rennen noch über die Dörfer gezogen. Natürlich war die Anzahl der vielen Steigungen für alle ein Problem. Andy ist in der letzten Startgruppe am Montag Morgen gestartet. Kein schlechter Ansatz, da eine kalte Nacht weniger. Sein Problem war, dass Souvenier-Jäger gegen Ende der offiziellen Fahrzeit die Wegeweiser an den Kreuzungen zum Ziel entfernt haben. So hat er sich am späten Abend in den Wäldern von Rambouillet nur wenige Kilometer vorm Ziel verirrrt hat und dort bis auch bis zum frühen Morgen nicht mehr rausgefunden. Er ist dort noch auf einen alten Veteranten so um die 80 gestossen und gemeinsam haben sie sich da wieder rausgekämpft. Im dichten feuchten Wald sieht es schlecht aus mit GPS Empfang.

Das Entfernern der Wegweiser empfinde ich schon als extrem rücksichtslos, denn viele sind erst nach Ablauf der offiziellen Zeit noch ins Ziel gekommen und wurden genau so gefeiert wie die schnelleren Fahrer.

Gruß
Reimund
 
Sehr schön. Der (Die) Brompton-Fahrer sollten eigentlich einen 3-bis 4-wöchigen Genesungs-Urlaub in dem bekannten Hospiz zu Charenton (Berühmt durch die Entscheidung neben "normalen" Kranken auch die unter staatlicher Kuratel stehenden Irren aufzunehmen) gestiftet bekommen. :cool:

MfG EmilEmil
 
Schicke Bilder. Danke für`s Teilen. :)
Hast Du noch in Erinnerung, was das gelbe Rad für ein Fabrikat ist?

Das mit dem "Schilderklauen" ist echt bitter. Wenn es auch noch Souvenirjäger waren um so mehr.
 
Mist - ich hab wohl Tomaten auf den Augen. :lol:
Nee - bei 12 isses ja klar.
Ich meinte den Gelbling auf Bild 1 und Bild 16 - aber bei 16 sieht man den Schriftzug Dahon noch (wenn auch unscharf). Mir kam die Rahmenform so fremd vor - könnte auch ein älteres Rad sein. Das obere Rohr nur anstoßen lassen (und nicht verriegeln) haben sie früher auch oft gemacht.
 
Und ich hatte Bild 1 nicht so beachtet und jetzt nach Deinem Beitrag erst gesehen, das der gelbe Flitzer ebenfalls darauf zu sehen ist. :lol:
 
Zurück
Oben