Dahon IOS P8

Habe auch nochmal ein wenig gelesen. Es scheint wohl normal zu sein (wie schon oben angeklungen), dass der Schaltzug bei Daumenschalthebeln bei dieser Laufleistung reisst. Bei den MTBs halt etwas früher und bei den Rennrädern etwas später. Fast hätte ich behauptet, das dieses Problem beim Handdrehgriff der Neos-Schaltung nicht existiert hat. Aber ich habe ja ein Wartungslogbuch geführt und auch dort ist nach 31000 km ein Wechsel dokumentiert. Vermute, dass er wegen der größeren Umlenkrolle im Drehgriff länger gehalten hat. Habe damals aber nicht so viel darüber geschrieben, da der Rahmenbolzenbruch zum gleichen Zeitpunkt alles andere überschattet hat.

Die Außenhülle ist bei mir auch erst 1.5 Jahre alt (27000 km). Daher habe ich sie noch nicht getauscht. Mit neuem Schaltzug ist das Verhalten auch wieder "knackig". Habe beim Reinziehen noch kräftig mit Shimano Cable Grease gearbeitet, wie auch schon beim Tausch des vorderen Bremszug letztens.

Gruß
Reimund
 
So jetzt war auch die hintere Bremse dran, hier hatte ich ja schon übergangsweise die Vorderrad V-Brake von meinem Cyco montiert. Ich habe mich wieder zu einem Rennen noch in diesem Monat angemeldet, hoffe es klappt.

Gruß
Reimund

05.04.2021 (77700 km)
------------- V-Brake hinten erneuert (Shimano BR-T 4000)
------------- Bremsschuhe hinten erneuert (Kool Stop Mountain Pads)
------------- Bremszug erneuert (Shimano)
 
Am Montag konnte ich endlich mal wieder bei einem Brevet mitfahren. Start war am Bahnhof in Geldern und es ging zum Schiffshebewerk nach Henrichenburg. Gesamtstrecke 207km. Mit An- und Abfahrt kamen so ca. 250km zusammen. Gefahren wurde nach neuen eBrevet Regeln. Etwa 80 Teilnehmer, jeder mit einer individuellen Startzeit (bzw. max 2 Teilnehmer mit gemeinsamer Startzeit). Was soll ich sagen, ich bin erstmalig Erster geworden, da ich an dem Tag der einzige Teilnehmer war (das war mir einen Tag Urlaub wert). Bin trocken durchgekommen, war meist sonnig, aber recht frisch und windig. Spektakuläre Wolkenformationen. Morgens noch unter 0 und abends nahe 0 Grad. Habe etwas über 12 Stunden gebraucht. Unglücklicherweise stand da ca. 6 km vorm Ziel noch ne Dönerbude in Kapellen, an der mich mein innerer Schweinehund nicht mehr vorbeigelassen hat. Das war lecker.

https://strava.app.link/Jj97VmIvsfb

Gruß
Reimund
 
Only Döner makes you schöner.....:)

Dann gratuliere ich mal ganz herzlich zu dem wohlverdienten Sieg.

Unsere Tulpen im Garten sind alle noch grün - ich kann es ihnen nicht verdenken.

Gruß

Udo
 
Danke, Danke.

Auf Flevoland blühen aktuell etwa 5% der Tulpenfelder. Hier die tagesaktuellen Informationen.

https://tulpenrouteflevoland.nl/

Gruß
Reimund
 
Lange habe ich es vor mir hergeschoben, aber das Rahmengelenk hatte mittlerweile soviel Spiel, dass ich mich heute an die gefürchtete "Operation am offenen Herzen" herangewagt habe.

Gelenkbolzen und beide Igus Buchsen habe ich zuletzt beim Kilometerstand 31500 gewechselt (nach Gelenkbolzenbruch). Die Igus Buchsen waren damals bei dem Kilometerstand schon in einem erbärmlichen Zustand. Mittlerweile habe ich mit dem neuen Satz schon wieder 47000km runter. Den unteren Bolzen musste ich ja mit der Säge einkürzen (Gewinde weg, Kopf um 2/3 kürzen um Platz für Sicherungsschraube zu schaffen). Der hat sich natürlich gegen die Entnahme zur Wehr gesetzt. Musste ein achsiales Loch reinbohren, hab da ein lange Blechschraube reingedreht und konnte dann mit einer Zange den kranken Zahn ziehen. Auch der obere Bolzen leistete entsprechenden Widerstand. Hatte Sorge, dass der beim Rausdrehen abbricht, so fest saß dieser.

Im Vorfeld hatte ich mir ein Tern FBL2 Rahmenveriegelungskit bestellt. Habe zwar noch alles da gehabt, aber ich fühle mich mit einem ständigen Reservekit einfach besser. Die offengelegten Igusbuchsen boten ein Bild des Grauens und ich habe deren Reste gründlich entfernt und dann die neuen reingesetzt. Den neuen unteren Bolzen habe ich wieder gekürzt, eingesetzt und mit einer Sicherungsschraube versehen. Nun wackelt nichts mehr.

Gruß
Reimund

17.04.2021 (78600 km)
------------- Beide Igus Buchsen im Rahmengelenk erneuert (Tern FBL2 Rahmenkit)
------------- Beide Gelenkbolzen im Rahmengelenk erneuert (Tern FBL2 Rahmenkit)
 
Gut zu lesen, dass das geklappt hat.
Diese Art des Scharnieraufbaus war ja seinerzeit für mich einer der wesentlichen Gründe künftig den Tern Rädern den Vorzug zu geben.
Wenn ich mir den schwindenden Ersatzteilmarkt so anschaue, dann wäre es (auch für mich) wohl an der Zeit sich da einen kleinen Reparatur- Vorrat anzulegen.
Der Blick ins Netz – wer noch welches Zubehör für (Bio) Klappräder anbietet erinnert mich im Moment wieder fatal an die Zeit um 2005. Wo nur der Freund eines Freundes jemanden kannte der wusste wo ein Laden schon mal ne Sattelstütze mit 33,9 mm Durchmesser und 600mm Länge beschafft hat.


Die Bolzen haben ja Schraubenkleber (ich meine "fest" oder "mittelfest") von Hause aus am Jewinde. Hattest Du die vor dem Rausdrehen erwärmt? (soll man ja eigentlich machen um sie zu lösen)
 
Hallo Udo,

nein Wärme war bei mir nicht im Spiel. Ok, das erklärt den hohen Kraftaufwand, der nötig war, den oberen Bolzen zu lösen. Eigentlich hätte mir der blaue Farbklecks auf dem Gewinde der neuen Bolzen ja zu Denken geben müssen.

Im Moment ist fast nichts mehr zu bekommen, auch keine Standardteile wie ein 24 Zoll Laufrad oder Schaltkassetten.

Gruß
Reimund
 
Blau ist "mittelfest" und wehrt sich gegen Lösen nicht aktiv. Da war noch was anderes fest als nur der Sicherungslack und Erwärmen hätte wenig gebracht bzw. erst, wenn der halbe Rahmen um das massive Gelenk herum sehr warm wäre. Das blaue Loctite schmiere ich auf fast jede Schraube.

Grün ist "bombenfest" und das benutze ich extrem selten. Eigentlich nur für Schrauben, die ich nicht mehr lösen will/muss.

Rot ist etwas mehr als "handwarm" und verhindert nur das Herausfallen.

Andere Hersteller können andere Einteilungen haben.
 
Wer weiß schon was Tern für einen Schraubenkleber nutzt? Gäbe gute Gründe dort sicherzustellen, dass sich die Schrauben auf keinen Fall selbstständig machen.

Aber es könnte da auch ordentlich festgammeln. Das Lager ja nicht wasserdicht: Von oben und der Seite kann es da rein laufen. Merke ich auch, wenn ich das mal gelegentlich äußerlich säubere.
 
Motte schrieb:
Wer weiß schon was Tern für einen Schraubenkleber nutzt? ...
Blau? ;-)

Ich hab die Bolzen auch schon gewechselt und die saßen nicht fester als ich es von blauem Loctite oder der blauen Werkspampe auf gekauften Schrauben gewohnt bin. Dass bei mir nix festgegammelt oder -gefressen war mag der Anwesenheit von Fluid-Film zu verdanken gewesen sein. Das hatte ich ursprünglich als Hohlraumversiegelung in den Rahmen gespritzt.
 
Heute waren mal wieder einige Wartungsarbeiten fällig, u.a. habe ich nun auch das Kettenblatt gewechselt. Das Drehen des Kettenblattes hat die Laufleistung etwa um ca. 7500 km auf etwa 31000km verbessert.

Heute habe ich die 10000 Kilometer überschritten (bisherige Fahrleistung in 2021).

Gruß
Reimund

29.05.2021 (81800 km)
------------- Kettenblatt Stronglight 52 Zähne
------------- Bremsschuhe hinten erneuert (Kool Stop Mountain Pads)
------------- Kette erneuert (Shimano HG-93)
------------- Schaltröllchen erneuert
 
Meinen vorderen Reifen hat es diese Woche übel erwischt. Jemand hatte auf dem Radweg auf der ganzen Breite Glasspitter verteilt (keine größeren Stücke, anscheinend gründlich mit Stein nachbearbeitet), zwei Bereiche innerhalb von 20 Metern. Normalerweise macht das meinen Marathons nicht so viel aus, meinen älterer Vorderradreifen hat es hier aber übel erwischt. Mit 4 Flicken (5 Löcher) habe ich ihn wieder fahrbereit bekommen, allerdings war er heute morgen schon wieder platt (nach zwei Tagen problemloser Nutzung). Da der Reifen mittlerweile fast 75000 km auf der Uhr hatte und auch vorher schon zahlreiche Beschädigungen in der Lauffäche aufwies, habe ich ihn nun mitsamt Schlauch erneuert.

Gruß
Reimund

03.06.2021 (82100 km)
------------- Schwalbe Marathon vorne erneuert
------------- Schlauch erneuert (Schwalbe)
 
75.000km... mir bleibt bei solchen Fahrleistungen schlichtweg die Spucke weg. Immer wieder lese ich Deine Updates mit gezogenem Hut. Einfach Weltklasse Reimund!

Gibt Schwalbe eigentlich an wie lange so ein Marathon Plus halten muss/soll/kann?

Gruß
Yasin
 
Danke. Danke.

Hier die Angaben von Schwalbe zum Thema Reifenhaltbarkeit:
https://www.schwalbe.com/technik-faq/verschleiss/

Also für für den Marathon werden etwa 12000 km angegeben. Der Verschleiß hängt von vielen Parametern ab. Hinten hält der Marathon etwa 20000km bei mir. Der Gewichtsschwerpunkt ist im Normalfall mehr ich Richtung Hinterrad verschoben. Beim Bremsen hat das Hinterrad dadurch mehr Abrieb (jedenfalls bei meiner Bremstechnik). Außerdem habe ich mir eine Vorderrad schonende Bremsweise angewöhnt (außer bei erkennbarer Gefahr). Die Bremsschuhe hobeln mit der Zeit die Felgen runter. Durch den Dynamo ist mein Vorderrad etwa 4 x so teuer, also versuche ich mich so lang wie möglich dran zu erfreuen.

Trotz der hohen Laufleistung ist das Profil noch nicht ganz runter, die Lauffläche sieht aber aus wie ein Schweizer Käse.

Mit der Laufleistung verhält es sich wie mit dem Kassenzettel bei Aldi. Trotz der vielen kleinen unscheinbaren Beiträge kommt als Ergebnis immer eine stattliche Summe raus. Über den Tag verteilt kommen bei mir so im Schnitt 80 km zusammen und in der Woche so 500 km. So lande ich bei etwa 2000 km und 12000 hm im Monat.

Gruß
Reimund
 
Gestern bin ich mal wieder in Boekelo an den Start gegangen. Auf einem 300 km Rundkurs ging es u.a. zu den
Oostvaarderplassen. Die Wetterbedingungen waren traumhaft. Auf den Kardijk gab es wie erwartet heftigen Gegenwind, aber das gehört ja dazu. Ein großer Teil der Strecke fühte auf Radwegen durch Naturschutzgebiete. Kein Vergleich zu dem Horrortrip mit der Tour von vor zwei Jahren mit orkanartgen Böen mit Regen und Hagel im März.

Die ca. 30 Teilnehmer sind über ein Zeitfenster über 2h verteilt gestartet.

Ein paar Eindrücke sind hier zu finden:

https://www.strava.com/athletes/56627954

Gruß
Reimund
 
@ CycoRacer
@ Ch.Bacca
Ihr habt ja unmittelbare Erfahrung mit unterschiedlichen Radgrößen - als Falter oder Starrrahmen. Wie schätzt ihr (und natürlich wer immer noch mag) den Einfluss der Radgrößen auf einerseits Faltmass, andererseits Laufruhe/ -komfort ein? Sind z. B. 24" ein merkbarer Fortschritt ggüber 20 Zoll beim Komfort? Oder müssen es da schon 26" sein? Und wie schaut es dann mit dem Maß aus?

Wir haben unsere 20er bis dato fast nur auf Asphalt genutzt. In Belgien und Holland ist die Infrastruktur halt super. Jetzt waren wir eine Woche am Niederrhein zwischen Bocholt und Xanten unterwegs und wollten nicht nur Rheindeiche abfahren. Und stellten fest, sobald der Untergrund holprig wird, ist es arg nervig. An einem Tag hatten wir bei Verwandten zwei uralte 28er Bequemräder (1x Holland, 1x Touring) ausgeliehen. Und obwohl die 3-Gang-Schaltungen total hakelig waren, empfanden wir das echt als wohltuend auf Schotter, Wegen mit Furchen und der ein oder anderen Wurzel etc.

Speziell die LG ist ziemlich angefressen, ständig den Lenker umkrampfen zu müssen. Insofern kommt der Wunsch nach evt. größeren Alternativen auf, die aber bittschön in einen Octavia-/ Variant-Kofferraum o.ä. passen dürfen.
 
Bei der optimalen Reifengröße werden sich ja schon die Mountainbiker mit den drei Größen zwischen 26" und 29" Zoll nicht einig. Klar ein größerer Reifen rollt bei gemütlicher Fahrweise über Unebenheiten leichter hinweg. 24" sind für mich die Obergrenze, die passen noch so gerade mit ins Auto (zusammen mit zwei Erwachsenen und zwei großen Hund und Reisegepäck im Berlingo. Habe von 20 Zoll bis 28 Zoll alles an Rädern in der Garage stehen. Unterwegs bin ich meist mit dem 24 Zoll, für mich dem besten Kompromiss für alle Lebenslagen. Damit komme ich sportlich durch den Wald, mit Tempo die Halden rauf und runter und auch auf der Straße mache ich damit keine schlechte Figur. Selbst wenn ich mich zum Geländefahren mit Bekannten verabrede, bleibt das Mountainbike in der Garage. Auch käme ich nie auf die Idee z.B. für ein 200km Rennen mein Rennrad zu verwenden. Da halte ich keine 10km mit durch, weil man jedes Sandkorn auf der Straße spürt.

In Belgien bin ich bisher noch auf keine erwähnenswerte Infrastruktur für Fahrräder getroffen.

Gruß
Reimund
 
Ich geh jetzt mal gemischt auf Inhalte der letzten drei Beiträge ein.

Die Unterschiede kann ich soweit bestätigen. Auf Asphalt o.ä. fährt sich das 20-Zöller sogar am besten, auf Buckelpiste muss man damit verhalten fahren. Geradeauslauf, "Nervosität" etc. sind eher von der eigentlichen Geometrie und Nachlauf abhängig. Da nehmen sich meine drei Räder wenig. Die 47er-Reifenbreite auf dem kleinen Falter hat leider nicht den erhofften Erfolg gebracht, weil die Felgen mit 17mm zu schmal sind, um auf ganz üblen Buckelpisten auch mal mit zu niedrigem Reifendruck fahren zu können (die werden dann seitlich schwammig). Ein wenig Luft ablassen kann man aber schon. Insofern würde ich mich sogar irgendwie über hohen Felgenverschleiß freuen, denn ohne Not ersetze ich die Felgen nicht. Die Nachfolger meines Tern Link haben alle breitere Felgen und Schlappen.

Mit den originalen Bremsbelägen hätte ich wohl auch zerfressene Bremsflanken. Bei Nässe haben die schlecht gebremst und man konnte praktisch hören, wie die Krümel aus der Felge gehobelt wurden. Die neuen BBB Techstop BBS-26HP haben einen weichen Druckpunkt, packen bei allen Bedingungen brachial zu und verschleißen selbst sowie die Felge erstaunlich wenig. Nach langen Abfahrten muss man die Felgen des kleinen Falters abkühlen lassen. Eine Vorderrad-schonende Bremstechnik habe ich nicht und brauche ich auch nicht. Das 26er-Falt-MTB hat Scheibenbremsen.

Auf glitschigem Untergrund (Matsch, Schnee ...) ist das 20-Zöller ein Graus, praktisch unfahrbar. Deshalb hab ich mir überhaupt das Falt-MTB zugelegt, um auch im Winter zum Bahnhof und ohne Extraticket in den Zug zu kommem, ohne Angst haben zu müssen, mich alle 200m abzulegen. Für wüste Geländeritte u.ä. ist das MTB weder gedacht, noch geeignet. Nachdem ich den Lenker drastisch gekürzt habe, sowieso nicht mehr.

Das 26er hat natürlich ein größeres Packmaß (durch den gekürzten Lenker etwas weniger). Gerade der Paratrooper ist auch umständlich zu einem Paket zu machen. Das dauert einige Minuten. Ein Tern Joe dürfte da deutlich geschmeidiger sein. Einen Größenvergleich der gefalteten 20er und 26er findest Du im Thread zum Montague Paratrooper Pro: http://www.faltradforum.de/montague-f75/paratrooper-pro-t5130.html#p56441
Im ersten Beitrag des Threads sind die genauen Packmaße. Die Herstellerangabe ist das Packmaß ohne Sattel und Vorderrad. Die müssen dann separat verstaut werden.

Das 20er passt gefaltet in den Kofferraum des 1er BMW meiner Freundin (Sattel ausgezogen und daneben gelegt). Der Kofferraum ist dann aber auch schon fast voll. Das Falt-MTB dürfte wohl nur bei umgeklappter Sitzbank passen (haben wir noch gar nicht getestet). Beide Falter zusammen passen eher gar nicht in den 1er. In dieser Konstellation sind wir aber auch nie unterwegs.

Wenn meine Freundin und ich bei mir zuhause eine Radtour machen, fährt sie lieber das 20er als das 26er, obwohl sie auf beide passt. Wenn wir bei ihr sind, benutzt sie ihr normalgroßes Tourenrad und ich das Kleine.

Bei dem Falt-MTB hab ich gleich zu Anfang auf Schwalbe Smart Sam gewechselt. Der hat die Noppen mittig so eng stehen, dass der Reifen mit hohem Druck auf Asphalt kaum Rollwiderstand hat und auch keine Geräusche macht. Die Noppen weiter außen packen bei niedrigerem Druck auf schlechten Wegen gut zu.

Das große Unfaltbare fahr ich nur noch selten. Es ist mit seiner 7-Gang-Nabenschaltung etwas träge und den Bremsen traue ich nicht mehr richtig. Da haben mich beide Falter verwöhnt.

Sheygetz, ich empfehle einen Besuch bei faltradxxs.de in Marl-Sinsen (momentan leider nur Online). Da findest Du hoffentlich bald wieder eine breite Palette zum Anfassen.
 
Bei den Moutainbikern muß man unterscheiden zwischen den Wettbewerbsfahrern im olympischen Alter (ca. 18-35 Jahre) mit 400 bis 500 [W] Leistung über eine Stunde (und mehr ?), den Pseudo-Sportlern sowie den Spaß- und Hobby-Fahrern. Insbesondere die (überwiegend finanzstarke) Gruppe der Pseudo-Sportler fährt die gleichen Räder wie die "Olympioniken". Technisch-Ergonomisch gesehen wäre diese Gruppe nach wie vor mit den bis ca. 2010 üblichen 559-er Felgen (26 Zoll-Laufräder) bestens ausgestattet. Natürlich fährt ein Wettbewerbsfahrer das Rad mit dem er auf bestimmten Kursen (Meisterschaften) am schnellstens ist. Wenn 10 Runden gefahren werden und das Rad mit größeren Rädern ist pro Runde 4.0 [sec] schneller, macht das gesamt 40 [sec] aus. Schön blöd, wenn man dann bei den 26 Zoll bliebe. Die Pseudo-Sportler ziehen dann nach. Die sind auch für den Trend zu einfach Schaltungen verantwortlich. Da hat es seit 2010 ein Menge Innovation gegeben, die ohne die spinnerten Pseudo-Sportler nicht vorhanden wäre.
Für die Faltradmaße gibt es für einmal in der Mitte faltende Räder charakteristische Maße, mit denen sich die Maße Länge, Höhe, Tiefe (Umschreibender Quader des gefalteten Rades) abschätzen läßt:
Das sind: Laufrad-Durchmesser (incl. Bereifung), Radstand, Klemmweite der vorderen und hinteren Nabe, sowie Länge des Lenkkopfrohres.
Z.B.: Ein 20 " Falter mit Laufrad-Durchmesser 50 [cm], Radstand 104 [cm], KWvorn = 10 [cm], KWhint = 13.5 [cm], LK-Rohr = 16.0 [cm] hat eine gefaltete Länge, Höhe, Tiefe (Der Faktor 1.405 berücksichtigt die Dicke von Gabel und Hinterbau sowie die Achsmuttern).
L = (50 [cm] + 104 [cm])/2 = 77 [cm]
H = 50 [cm] + 16.0 [cm] = 66 [cm]
T = (10 [cm] + 13.5 [cm]) x 1.405 = 33 [cm]
Diese Maße sind realiter von einem guten Konstrukteur (Da gibt es in der Praxis nur wenige !) erreichbar, kein virtuelles Ideal.
Also: 77 x 66 x 33 cm ³ (Drei Kanten-Maß) würde ich für einen 20" Falter mit sehr gut bewerten.
Ein Brompton hat ein Faltmaß von 58 x 60 x 27 cm³, erkauft sich diese kleinen Maße aber mit erheblichen Nachteilen: Kleine Raddurchmesser, schmale Reifen, nur Felgenbremsen (Keine Scheibenbremsen !), besch....ene 6-Gang Kombi-Schaltung (Kette, Nabe, Halbschritt mit großen Sprüngen), keine 8-(9-,14-)Gang-Nabe einbaubar, keine 1 x 11 (12, 13)-Gang Kettenschaltung einbaubar. Katastrophales nervöses Fahrverhalten.
20" Radgröße kann, wie ich aus konstruktiver Erfahrung weiß, Freihand fahrbar sein. Ob kleinere Laufräder (ca. 40 [cm] Durchmesser) auch Freihand-fahrbar gestaltet werden können, ist für mich fraglich, ehe ich nicht selber so etwas auf die Beine gestellt hab.
Meinen Folding*Star habe ich ja eine Zeit-lang mit 40 [mm] breiten Marathon Racern gefahren, jetzt sind 50 [mm] Mow Joe (BMX-Rennreifen, wird aber nicht mehr hergestellt) verbaut. Damit ist das Rad wirklich Langstrecken-tauglich.
Da ich ja euch einen 24 Zoll Falter fahre: Da ist schon ein Unterschied zu einem 20 Zoll-Falter. Der 24-er fährt aber nach wie vor mit 37 [mm] breiter Bereifung auf einer 540 [mm] Felge (Rad-Umfang Folding*Star (20 Zoll) = 1.61 [m]; Rad-Umfang 24"-er = 1.96 [m]; Rad-Umfang 26"-er Fitnessrad = 1.98 [m]). Der Unterschied vom 24"-er zum 26"-er Fitnessrad ist ziemlich gering.
Für den 20"-er hatte ich eigentlich Schwalbe's BigBen (Mit 55-er Breite) ins Auge gefaßt, aber hinten hätte ich den Reifen-Durchlaß des Rahmens nochmal aufweiten müssen (Für die Schaltung, Klemmweite = 135 [mm], hatte ich das schon gemacht, bei den Kettenstreben wäre ein größerer Reifen-Durchlaß möglich, bei den Sitzstreben könnte es Probleme bei einer Aufweitung geben.
Die weiteste Strecke mit dem 20"-er ist inzwischen auf 148 [km] gestiegen und wegen der schönen Kombi-Schaltung (9-Gang-Nabe mit 2 Kettenblättern, Entfaltung von 1.55 [m] bis 8.90 [m]) ist es mein absolutes Lieblingsrad für weite Strecken.
Der Rahmenbruch vom September 2020 ist geschweißt, nur einige kleine, aber Zeit-raubende Änderungen (wie Knickschutz für das Lichtkabel, Hinterbau-Ständer-Anpassung etc...) haben den Einsatz in 2021 bisher verhindert.
Ich würde erstmal auf Dein Rad einen Reifen mit 50,55 [mm] Breite montieren. Das ist bestimmt ein dicker Schritt zu besseren Fahrverhalten und Komfort, dazu noch relativ Kosten-günstig.

MfG EmilEmil
 
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