Noah.hk iF10

Pibach schrieb:
LOL. 5 Sterne für den kreativen Schreibstil ;)

Der Autor dankt. :)

Pibach schrieb:
berlinonaut schrieb:
Einen Angriff seitens Emil kann ich hier nicht erkennen
Hm, wirklich nicht?
In Deinem Text dann wohl auch nicht?
Was darf ich daraus folgern?

Nö, wirklich nicht. Aus meinem kannst Du die Bitte herauslesen vielleicht ein wenig besser zwischen Physik und Phantasie sowie zwischen Vermutung und Fakten zu unterscheiden bzw. das besser kenntlich zu machen. Ein (ernstgemeinter) Angriff meinerseits sieht anders aus... :twisted: Die Motivation für mein Posting war hauptsächlich zu verhindern, das Emil und Du euch in ein neuerliches Schlachtgetümmel begebt, bei dem es nur Verlierer gibt. Wäre doch schade und hatten wir ja auch schon.
 
auch mein Kompliment zur formvollendeten Zusammenfassung von Pibachs Technikverständnis. Allerdings möchte ich es von formalen Aspekten auch auf Inhaltliche erweitern. Es ist mir sogar sehr wichtig diesen Punkt explizit zu betonen. Ich gehe übrigens davon aus das die Skala fünf Sterne hat.
 
berlinonaut schrieb:
Aus meinem kannst Du die Bitte herauslesen vielleicht ein wenig besser zwischen Physik und Phantasie sowie zwischen Vermutung und Fakten zu unterscheiden bzw. das besser kenntlich zu machen.

Das kennzeichne ich eigentlich immer recht genau. Z.B. hier zu Speichen, da ist das halt so wie ich schrieb. Bei Stabilität Brompton- versus Dahon-Lenker, schrieb ich explizit von "meinem Eindruck", usw.
Ansonsten gibt doch mal ein Beispiel, was Du meinst.
 
EmilEmil schrieb:
Die Aussage "
Da im Wesentlichen Materialermüdung zu Speichenbruch führt, sind dünne Speichen sogar haltbarer" ist ziemlicher Unsinn.

Smolik schreibt dazu:

"Da Speichenbogen und Speichengewinde die bruchgefährdeten Stellen der Speichen sind, kann das Speichenmittelteil dünner ausgeführt werden. Das hat einen interessanten Nebeneffekt zur Folge: Dünne Speichen längen sich bei gleicher Belastung mehr als dicke. Es handelt sich hierbei um sogenannte elastische Dehnungen, also um solche, die (wie bei einer Feder) nach Wegnehme der Belastung ohne bleibende Verformung wieder auf die Ausgangslänge zurück federt. Für die Schwell-Belastung der Speichen nun ist die Umkehrung dieses physikalischen Effektes wichtig: Werden die Speichen durch die Abflachung der Felge im Bodenbereich entlastet, geht die durch die Speichenspannung erfolgte Dehnung zurück. Bei dicken und damit unelastischeren Speichen nimmt dadurch die Speichenspannung stärker ab als bei dünnen Speichen. Hierzu wieder ein Zahlenbeispiel zur Veranschaulichung:

Flacht eine Felge bei größeren Fahrbahnstößen im Bodenbereich um 0,41 mm ab, so geht damit bei einer Speiche mit einem Durchmesser von 2 mm unsere wieder einmal angenommene Speichenspannung von 900 N auf Null zurück, die Speiche entspannt sich also völlig. Eine Speiche von 1,8 mm Durchmesser verliert bei 0,41 mm Abflachung hingegen nur 733 N der Vorspannung und eine Speiche mit 1,5 mm entsprechend gar nur 506 N. Die Schwellbelastung wird also für die dünnere Speiche geringer und sie kann länger dem Auf und Ab der Belastungen widerstehen."


@Splithub: sorry, dass Dein interessanter Thread hier mit Nebenthemen überschwemmt wird. Mal schauen, ob man das dann ggf. aufteilt.
 
Wen das eigentliche Thema interessiert pickt sich schon alles relevante raus :) ..zu dem schwarzen Carbonfalter - das einzige Bild das die Kamera vermoehlt hat, es ist auf dem einen Bild im Hintergrund, direkt mittig wenn man den Laden betritt, ach ja, es ist vollgefedert :shock:
Beim Noahk ist innen an der Schwinge ein Stift der das groebste verheddern der Kette verhindert, ansonsten baumelt sie in der Gegend rum, was mich nicht sonderlich stoert weil sie entfettet und trockengeschmiert wird und die mechanisch betroffenen Bereiche mit Folie beklebt werden.
 
Nachdem ich jetzt auch ein paar Kilometer in heimischen Gefilden zurückgelegt, und die Technik mittelintensiv auf Eignung und Verschleiß untersucht habe, hier noch ein paar Erfahrungen:
Die Übersetzung ist mir zu lang, 38/9 - wenn ich mich nicht verrechnet habe sind das knapp 5m Entfaltung, ist vermutlich optimiert für die wesentlich häufigere E-Bike Variante. Bei meiner Standardtrittfrequenz von 90 fühle ich mich auf dem Bike nicht mehr sicher (ca. 27km/h ?) - ist vielleicht Gewöhnungssache, und schaffe diese auch nur wenn keine Steigung im Spiel ist - Kurbelarmlänge ist 150. HR Nabe mit 12er Ritzel ist auf dem Weg zu mir - apropos, habe außer den beiden bereits Genannten noch 3 weitere Hersteller von 85mm HR Naben gesehen, LDCNC, BikeMaster (ist ungelabelt orginal verbaut) und Assess (ist bestellt http://www.aliexpress.com/item/20-m...loy-12-one-piece-flywheel-hub/1371259896.html) Damit das Ritzel paßt muß der Kettenhaltestift von der Innenseite der Schwinge entfernt werden.
Radstand ist 88,5cm, Lenkerhöhe über Boden 100cm
Der Hinterbau ist bei einem der Bikes schief zusammengeschweißt, das Rad hat ca. 2° "Sturz" und läßt sich ohne Nachbearbeitung des Ausfallendes nicht gerade ausrichten. Bei dem anderen Bike ist das Steuerrohr leicht schief eingeschweißt, das läßt sich nicht korrigieren, es fällt aber auch nur auf wenn man danach sucht.
 
katapult schrieb:
88,5 und 150 er Kurbel hört sich nach kinderrad an.

Denk dran, daß die Mehrzahl der Fernasier kleiner ist als ein Europäischer Durchschnittsmensch.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß dieser mit Radstand 88,5 [cm] und 150 [mm] Kurbel glücklich wird !

MfG EmilEmil
 
einige kennen das bestimmt als e-bike, vlec pocket usw. Hab das gestern hier im Laden entdeckt, im Urlaub. Gewichtsangabe 7,0kg - laut hotelgepaeckwaage 7,6kg, womit es, wenn es denn laenger als von 12 bis mittags haelt, alles in die Tasche steckt was ich bisher gesehen habe, gemessen am preis selbstverstaendlich, der hier im Herstellungsland deutlich 2-stellig Euro ist.


Ist ja witzig, du kaufst ein Noahk ohne E-Antrieb für unter 100 Euro :D , und in Deutschland wurde eines mit E-Antrieb für für 1400 Euro ? damals angeboten.

In F für 1999 Euro
http://www.ioactiv.com/en/ioactiv/2921-velo-electrique-v-lec.html
 
@vmax, es gibt die Noahks auch in China mit diversen Antrieben für kleines Geld. Schau mal auf taobao. Rest ist mehrhundertfache Gewinnmarge, wie schon für das Birdy (versus BD-1 in Asien) usw diskutiert.
 
Splithub schrieb:
38/9 - wenn ich mich nicht verrechnet habe sind das knapp 5m Entfaltung,
Die Singlespeeder rechnen ja einfachheitshalber in Gear Inches. Also bei Dir 38/9*16=67,5GI
Typische Singlespeed Werte liegen bei ausgewachsenen Rädern so um 70 GI für Stadtbetrieb. Ich hab an meinem Mu eine Übersetzung von 49/13*20=75,3GI
Das finde ich relativ gemütlich, also angenehm für Allround cruisen und auch Winter.
 
Baustopp..!!
Die Substanz ist es nicht wert da weiter zu optimieren. Je weiter man sich in die Materie vorarbeitet desto tiefer die Abgruende die sich auftun. Wobei das Bike an sich nicht komplett unbrauchbar ist, aber die Fertigungsmaengel/-toleranzen in der Summe verderben einem letztendlich jede Schrauberlaune. Womit fange ich an? Ach ja - habe die originale 1/8 Kette gegen eine 3/32 getauscht, so abgelaengt das die Hinterachse moeglichst weit im Ausfallende ist, dessen Oeffnung 45 Grad nach vorn unten weist, in der Hoffnung das Bike auch mit Big Apple Reifen (die 20mm mehr Raddurchmesser erzeugen) voll falten zu koennen - was auch funktioniert. Allerdings laesst sich der Ritzelkaefig dann nicht mehr montieren da er mit der Schwinge kollidiert. Weierhin ist in dieser Position der Kettenhaltepin (Faltfeature) im Wege, welchen ich dann abgesaegt habe. Groesseres Ritzel hinten wird nur weiter vorn im Ausfallende gehen - Kette Kuerzen. Diese hat konstruktionsbedingt 11mm Schraeglauf, was nicht weiter schlimm waere, aber der schief zusammengeschweisste Hinterbau und das schief angeschweisste Tretlagerrohr verstaerken das, obwohl sie es bei entgegengesetzten Fehlstellungen ausgleichen wuerden. Rund um den Kettentrieb geht es extrem eng zu, es ist an den Extremstellen nur 1-2mm Platz, am Reifen und beiden Enden der Schwinge. Kettenlinie korrigieren faellt also auch aus. Die exakten Einbaubreiten der Naben sind 65mm vorn und 80mm hinten, es wurden einfach die Staubkappen der Naben weggelassen und schmale Muttern direkt gegen die nur mit Z-Scheiben geschuetzten Industrielager gekontert um auf dieses Mass zu kommen - Schoenwetter only, RS-Lager koennten es abmildern.
Ich habe nun in verschiedenen Quellen eine Maximallast von 75Kg gelesen - womit ich dann zu fett bin. Wie kommen Anbieter wie Vlec und Eego auf ihre Maximallasten? Apropos Gewicht - 8,087 Kilo, bei angegebenen 7,0...
Was schon bestellt ist - laengere Kurbelarme, womit die originale Uebersetzung vielleicht doch noch angenehm und die Kettenblattgroesse variabel wird, 10cm laengere Sattelstuetze mit Sattelbindung aus diesem Jahrtausend, wird noch verbaut.
Ich bereue nichts! Kann es aber auch nicht empfehlen... fuer mich reines Notfallgefaehrt.
Wuerde das Bike gerne auch im Rahmen eines Stammtisch in B zur Ansicht und Probefahrt beibringen, habe selbst ja keine Erfahrung in dem Segment.
MfG
 
Splithub schrieb:
...aber der schief zusammengeschweisste Hinterbau und das schief angeschweisste Tretlagerrohr verstaerken das, obwohl sie es bei entgegengesetzten Fehlstellungen ausgleichen wuerden.
LOL

Manche Unterfalter haben ja absichtlich eine gewisse Diagonalstellung, Birdy oder Bike Friday z.B. Beim Noahk ist das aber wohl keine Absicht.

Kettenlinie/Schräglauf ließe sich evtl durch anderes Tretlager anpassen. Aber das hast Du vermutlich schon untersucht und geht nicht?
Was hat das Noahk eigentlich für Sattelstützmaße, also Durchmesser und Länge? Kriegt man in dem Maß einfach eine ausreichend lange Sattelstütze? Das ist sonst oft bei Billigrädern nicht möglich, weil es lange Sattelstützen eigentlich nur im Brompton, Birdy oder Dahon Maß gibt.
Ist die Lenkstütze halbwegs stabil? Und wie fährt sich das Rad ansonsten?
Ansonsten würden mich noch paar Photos interessieren. Also das Fehlstellungsproblem und der Pin wären interessant.
Und den Winzling mal vor einem Vergleichsrad (Dahon, Brompton oder dergleichen), um die Geometrie vergleichen zu können.
 
Sattelstuetze ist 31,8x400, habe eine 500er gefunden. Bilder folgen asap. Lenkerstange fuehlt sich wabbelig an, zu viel Flex, zu duenn und leicht, ich schone sie moeglichst. Eine konische teleskopische mit massivem Gelenk unten fuehlt sich bestimmt steifer an, konnte ich noch nicht testen. Faehrt sich ansonsten gut - kann nicht mit anderen Faltraedern vergleichen bisher.
 
50cm reicht? Dahon hat z.B. 58cm, das ist für mich (185cm) schon knapp. Brompton haben auch 31,8mm Durchmesser, Längen 54cm (Standard) und 60cm (Extended).
 
Splithub schrieb:
Sattelstuetze ist 31,8x400, habe eine 500er gefunden. Bilder folgen asap. Lenkerstange fuehlt sich wabbelig an, zu viel Flex, zu duenn und leicht, ich schone sie moeglichst. Eine konische teleskopische mit massivem Gelenk unten fuehlt sich bestimmt steifer an, konnte ich noch nicht testen. Faehrt sich ansonsten gut - kann nicht mit anderen Faltraedern vergleichen bisher.


Ich habe bei meinen Noahk Pedelec eine Brompton Stütze eingebaut die passt sehr gut und eine kurze normale reicht auch bei Pesonen bis 1.85m.
 
Ich hoffe man kann ein paar Details erkennen.
Die Einspeichung der HR Nabe muss auf abwechselnd innen/aussen gekreuzt korrigiert werden.
 

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Habe mich nach langer Zeit durchgerungen das Bike zu überarbeiten. Außer dem Rahmen, dem Sattel und Teilen der Laufräder habe ich alle Komponenten getauscht und dabei fast alle Schwachstellen des Bikes bearbeitet. Die wichtigsten waren die zwar sehr leichte, aber wabbelige und zu hohe Lenksäulen-/Lenkerkombi, und die schwere Stahlgabel mit gepreßten Ausfallenden, die wie ein Fremdkörper an dem Bike wirkte.
Die Stärken konnte ich fast alle erhalten oder sogar verbessern, wie den extrem schmalen Antriebsstrang, das geringe Gewicht und den hohen Fahrkomfort.
Ein paar Details warten noch auf Erfüllung, ein leichter Laufradsatz - vom FSIR Spin 2.0, und eine 5-Gang Nabe.
Und dann hoffe ich auf viele Kilometer Spass...
 

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