Dahon IOS P8

Nun ich esse seit einer Woche für drei Personen und bin aber immer noch 2.5 kg unter meinem PBP Startgewicht. Die Kräfte kehren erst langsam zurück. Beim Treppensteigen kriege ich noch Schnappatmung.
Die ersten Schnitzel habe ich schon auf der Rückfahrt von Paris vertilgt.

Gruß
Reimund
 
CycoRacer schrieb:
Dann hatte ich noch ein großes Problem mit meinem Kettenblatt, welches bei meiner einwöchichen Probefahrt vorher nie aufgetreten ist. Beim Schaltvorgängen beim bergabfahren sprang mir sehr oft die Kette vom Blatt runter. Die musste ich unzählige Male wieder auflegen. Den Grund dafür konnte ich nicht ausfindig machen (Kettenblatt für 9er Kette, habe aber 8ter?).

Hat jemand noch einen Tip für das obige Problem?

Ich überlege momentan folgendes:
- breiteres Kettenblatt für 8ter Kette
- 8ter Kette durch 9er Kette ersetzen (soll angeblich auch für 8ter Ritzelpaket funktionieren)

Kettenlänge hatte ich so festgelegt, dass der Neos Umwerfer in etwa gleiche min/max Positionen wie vorher erreicht. Noch zwei Kettenglieder kürzer und Umwerfer wäre am Anschlag.

Gruß
Reimund
 
Du hattest die Kette erneuert.
Kann es sein, dass die (eventuell am bearbeiteten Kettenglied) an einem Kettenglied klemmt- bzw sich dort nicht locker bewegt? Oder einfach ne Macke (beschädigte Lasche) irgendwo hat.

Das macht sich nämlich nur gelegentlich und besonders bei den kleinen Ritzeln bemerkbar. Am Radständer müsste man es als leises Störgeräusch hören - eventuell auch sehen - aber das prüft kaum jemand so pingelig.
 
Ich stimme @Motte zu, daß es an der Kette mit einem schwergängigen Glied liegen könnte. Dazu eine Frage: Hast Du die Kette gekürzt und wieder vernietet (Kann man mit etwas Geschick durchaus machen, falls die Schwergängigkeit vermieden oder beseitigt wird) oder hast Du mit einem Kettenverschlußglied gearbeitet, was ich wegen des einfacheren Behandelns bei Öffnen und Schließen (Kettenwartung) bevorzuge. Die Version mit dem Verschlußglied vermeidet ein steifes Glied.
Das Innenmaß einer 8-fach Kette ist 2,38 [mm] , die Innenmaße von 9-fach, 10-fach, 11-fach (12-fach ?) sind 2,18 (Oder 11/128"). Das Außenmaß von Ritzeln oder Kettenblättern im Zahnbereich ist 1,984 [mm] (Oder 10/128"), das gilt auch für Ritzel von Nabenschaltungen (selbst nachgemessen). Das gilt für alle neueren Teile (mind. seit 2000). Irgendwo gibt es sicher Exoten (Idioten ?), die sich nicht an die gängigen Maße halten, sondern auf Teufel komm raus etwas Anderes machen müssen. Die Kettenlinie könnte auch eine Fehlerquelle sein. Eine Variation von Kettenblatt oder Kette dürfte das Problem nicht adressieren.
Eine weitere Möglichkeit ist natürlich eine zu geringe Kettenspannung . Du hast ein weiteres Kettenblatt montiert und evtl. kann Dein Neos-Schaltwerk nicht genügend Spannkraft aufbringen, weil der Kapazitäts-Bereich des Schaltwerks nicht ausreicht. Wenn ich mein ZEE-Schaltwerk (11-36 Zähne) betrachte, fällt mir auf, daß die Spannkraft für mein Gefühl ziemlich groß ist. Trotzdem kann da noch eine stärkere Reibungskraft (Shadow Plus Schaltwerk !) geschaltet werden (Üblicherweise ist die Spannkraft auf dem kleinsten Gang (Kette am längsten) am geringsten).
Beim Schalten einer Kettenschaltung (Auch, wenn es nur 2 Kettenblätter vorne sind !) sollte die Kette durch Tretbewegung auf Spannkraft > 0 gehalten werden. Dazu ist mir bei meiner 2x9 i-Motion-Konfiguration (Nabenschaltung, 2 Kettenblätter) aufgefallen: Wenn ich (Anfangs) da eine Kompensationsschaltung gemacht habe (Z B. von Kettenblatt 54Z auf 34Z und gleichzeitig 2 Gänge in der Nabe) und beim Pedaldruck reduzieren (Wegen der Nabe !) leicht nach hinten getreten habe, konnte es sein, daß die Kette vorn runter gefallen ist. Inzwischen weiß ich, meine "unbewußten" Rückwärts-Bewegungen bewußt zu unterdrücken und dieser 20 Zähne-Sprung schaltet sich zu solcher Zufriedenheit, daß ich immer wieder staune, wie gut das geht.
Also auch User-Error ist manchmal eine Ursache.
Ich hoffe, ein paar Gedanken zur Problem-Lösung bei zu tragen.
Und mehr als 1000 [km] ist schon eine Leistung !
In einem Anfall von Größenwahn würde ich evtl. mal 150 [km] am Stück probieren. Meist geht dieser Anfall vorüber, bevor ich auf dem Sattel sitze.
So schön kann Radfahren sein...….

MfG EmilEmil
 
CycoRacer schrieb:
Hat jemand noch einen Tip für das obige Problem?
Keine Lösung, aber Hinweise:
Das Neos spannt deutlich schlapper als z.B. das SLX am Paratrooper. Selbst mit Kettenschutz am Blatt und der alten Tern Kettenführung springt mir die Kette manchmal ab. Zuletzt vor ein paar Tagen ist das meiner Freundin passiert. Der neue Tern Chain Guide liegt schon parat, muss aber noch umgebaut werden.

Selbst beim Paratrooper ist mir die Kette schon auf den Kettenschutzring geklettert und nicht wieder zurückgeflutscht. Seit ich dort eine "Universal Kettenführung kurz" angebracht habe, ist das vorbei.

Was für einen Durchmesser hat das Sattelrohr am IOS8? Tern Link hat 41 mm und Paratrooper 34,8 mm.
 
Mein Neos 3.0 am Tern Link arbeitet einwandfrei - da ist mir die Kette noch nie abgesprungen. (3 x 8 Schaltung von Sturmey Archer mit Kassette 11- 32 Zähne). Das ist jetzt kein Argument gegen deine Aussage - soll nur heißen - kann auch ganz normal funktionieren.

Nur - wenn es mit dem kleinen Kettenblatt bei Reimund funktioniert hat - wieso soll die Größe des Kettenblattes (in Bezug auf die Spannfeder) daran etwas ändern - sofern die Kette dadurch nicht in eine Schrägstellung gezwungen wird (wie eventuell bei "Andys" 80er Blatt). Die einzuholende Länge bleibt doch konstant (und hängt nur Übersetzungsumfang des Ritzelsatzes ab).
 
Erst mal Danke für die Hinweise.

Die Kette springt oft nach rechts vom Kettenblatt, wenn ich mehr als einen Gang auf einmal schalte (auf kleinere Ritzel).

Motte schrieb:
Nur - wenn es mit dem kleinen Kettenblatt bei Reimund funktioniert hat - wieso soll die Größe des Kettenblattes (in Bezug auf die Spannfeder) daran etwas ändern - sofern die Kette dadurch nicht in eine Schrägstellung gezwungen wird (wie eventuell bei "Andys" 80er Blatt). Die einzuholende Länge bleibt doch konstant (und hängt nur Übersetzungsumfang des Ritzelsatzes ab).
Bei dem kleineren Kettenblatt sitzt rechts die Kettenschutzscheibe, im Prinzip ein großes Kettenblatt ohne Zähne, welches das Kettenblatt überragt. Die Kette könnte da wahrscheinlich nicht abspringen, da die Schutzscheibe dies verhindern würde. Bei dem neuen Kettenblatt überragen die Zähne nun deutlich diese Schutzscheibe.

Ich habe mal nach einer Schutzscheibe mit größerem Durchmesser Ausschau gehalten, bisher aber nichts entdecken können.

Möchte ungern wieder zurückbauen, da ich mit der neuen Übersetzung besser vorankomme.

Gruß
Reimund
 
Moin Reimund

https://www.toxy-liegerad.de/Einzelkomponenten-Zubehoer/Antriebssysteme/Kettenschutzring-46Z::100244040.html

https://www.kurbelix.de/shimano-kettenschutzring-mit-befestigungsschrauben-fuer-46-zaehne-fc-3550

Ansonsten ist "Pedalkraft" immer eine gute Adresse für solche Teile

Dann würde ich zusätzlich auch nach dem von Ch.Bacca erwähnten Teil schielen:
https://buy.ternbicycles.com/collections/folding-bikes/products/mainstay-chain-guide

Gruß Udo
 
Motte schrieb:
https://www.toxy-liegerad.de/Einzelkomponenten-Zubehoer/Antriebssysteme/Kettenschutzring-46Z::100244040.html

Das hab ich gesucht. Damit fang ich mal an. Wenn es nicht hilft, ist zumindest schon einmal die Hose geschützt.

Danke!

Gruß
Reimund
 
EmilEmil schrieb:
Dazu eine Frage: Hast Du die Kette gekürzt und wieder vernietet (Kann man mit etwas Geschick durchaus machen, falls die Schwergängigkeit vermieden oder beseitigt wird) oder hast Du mit einem Kettenverschlußglied gearbeitet, was ich wegen des einfacheren Behandelns bei Öffnen und Schließen (Kettenwartung) bevorzuge. Die Version mit dem Verschlußglied vermeidet ein steifes Glied.
Arbeite auch mit Kettenverschlussglied, keine Schwergängigkeit eines Kettengliedes erkennbar.
 
Während ich noch immer auf das Eintreffen meines Kettenschutzes warte, sehe ich nun etwas klarer bei meinem Kettenproblem: Der Schaltvorgang hinten löst einen Seitenschwingimpuls der Kette aus. Bei genügend hoher Trittfrequenz ist der beim Eintreffen am Kettenblatt vorne noch so stark, dass die Kette abspringt. Daher das gehäufte Auftreten beim Bergabfahren.
 
CycoRacer schrieb:
…………..
Der Schaltvorgang hinten löst einen Seitenschwingimpuls der Kette aus. Bei genügend hoher Trittfrequenz ist der beim Eintreffen am Kettenblatt vorne noch so stark, dass die Kette abspringt......
Denk daran, daß eine Kette aus ca. 90-120 (?) Gliedern besteht. Bei näherer Untersuchung resultieren daraus ebenso viele (relevante ?) oder noch mehr Eigenfrequenzen. Da eine Resonanz zu treffen, ist sehr wahrscheinlich. Das Abspringen der Kette würde man dann als Resonanz-Katastrophe interpretieren. Die Aussage "genügend hohe Trittfrequenz" deutet auch daraufhin.
Eine Erhöhung (Verringerung) der Kettenspannkraft verstimmt das Resonanzsystem durch den Steifigkeits-Einfluß und sorgt auch für etwas größere (kleinere) Reibung in den Ketten-Gelenken (Dämpfungs-Einfluß !).
Die Spannfeder im Schaltwerk könnte auch schlaffer geworden sein. Dazu: Richtig dimensioniert gibt es auch bei längerem Gebrauch keinen Einfluß der Belastung auf die elastischen Eigenschaften des Feder-Werkstoffs. Man bedenke aber, daß, falls eine Feder nahe (leicht über) der "Fließgrenze" des Materials betrieben wird (Große Auslenkungen !), kleine plastische Deformationen stattfinden (können), die die Elastizität reduzieren. Schlappe (Schlaffe) Federn kommen in der Praxis häufiger vor als den Besitzern lieb ist (Ich hatte mal (Vor 30 Jahren) einen Hand-Staubsauger mit Kabel-Aufwicklung per Schneckenfeder, der ist an diesem Syndrom (Die Feder ist sogar gebrochen !) zu Grunde gegangen :cry: :shock: :cry: ). Diese Aufwicklung war sehr komfortabel. Das wird, wie es scheint, aber gegenwärtig nicht mehr angeboten.
Die neueren Schaltwerke (Shimano, SRAM) haben nach meinen Eindruck (Eine belastbare Statistik habe ich nicht !) stärkere Federn und dazu einen separaten Reibungsdämpfer am Schaltwerk, der sich noch per Hebel auf einen stärkeren Wert einstellen läßt.
Bei Deinen vielen Betriebs-Kilometern könnte ein anderes (neues) Schaltwerk eine Lösung sein.

MfG EmilEmil
 
Der neue, größere Kettenschutzring ist heute eingetroffen. Eine erste Probefahrt mit wildem Schaltverhalten bei Tempo 30 hat keine Auffälligkeiten gezeigt. Der größere Ring versperrt der Kette nun den Weg in die Freiheit.

Mag sein, dass die Feder des Schaltwerkwerks schon so langsam am Ende ist, Es hat das erste Schaltwerk bereits um fast 2000 Kilometer überlebt (Wechsel bei 23600 km).

Gruß
Reimund

07.09.2019 (49100 km)
------------- 42er durch 46er Kettenschutzring ersetzt (Toxy Liegerad Ersatzteil :mrgreen: )
 
Nachlese PBP 2019:

Habe mal eine kleine Auswahl zusammengestellt, die einen ganz guten Eindruck dieses unvergesslichen Events vermittelt.

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=768013

https://drive.google.com/drive/folders/15CqFCY31F9kni5DOobZ7avbGJu8_rdMu

https://www.youtube.com/watch?v=nTS2ukqInV8

https://www.youtube.com/watch?v=v01OEuhT0AI

https://www.youtube.com/watch?v=CrfIZqP36NQ

https://www.youtube.com/watch?v=Ve3tXQY5pFk

https://www.youtube.com/watch?v=4CsV5tbNMYo

Gruß
Reimund
 
Nachtrag:
Fiona Kolbinger war offensichtlich auch schon wieder dabei. Sie hatte wenige Tage zuvor
das 4000km Transcontinentalrennen über richtige Berge auch nach Brest in Rekordzeit (10d2h) gewonnen.
(Name wird eingeblendet)
https://www.youtube.com/watch?v=50V3FIxT3JU&feature=youtu.be
https://www.transcontinental.cc/report/tag/Brest
 
Das ist krass! Ist sie womöglich von Brest nach Paris zum Start des PBP geradelt?

Danke für die Links. Ich schau mir das mal an, wenn ich einen vernünftigen Internetzugang habe.
 
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